Drei Männer sind in Großbritannien wegen des Verdachts der Spionage für China festgenommen worden. Die Verdächtigen im Alter von 39, 68 und 43 Jahren wurden von Beamten der Anti-Terror-Polizei in London und Wales aufgespürt, wie Scotland Yard mitteilt .
Die drei Männer stehen der Polizei zufolge im Verdacht, im Auftrag des Geheimdiensts der kommunistischen Regierung Chinas spioniert zu haben. Sie befinden sich demnach weiter in Haft, auch mehrere Durchsuchungen wurden im Zuge der Festnahmen von den Beamten durchgeführt. Nähere Angaben zu den Umständen und Personalien machte die Polizei zunächst nicht.
Wie der »Guardian« berichtet , sollen zwei der Männer Verbindungen ins britische Parlament haben. Demnach soll einer der Männer der Partner einer Labour-Abgeordneten sein, die zweite Person soll der Partner einer ehemaligen Labour-Abgeordneten sein. Die Identität der dritten Person und ob sie Verbindungen zum Parlament hat, ist bislang unbekannt.
Großbritannien sei »zutiefst besorgt« über zunehmende »verdeckte Aktivitäten chinesischer staatsnaher Akteure, die auf die britische Demokratie abzielen«, sagte der Staatssekretär für Sicherheit, Dan Jarvis, im britischen Parlament. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, werde das »schwerwiegende Konsequenzen« haben, kündigte er an. Unklar ist, ob er damit womöglich auf die anstehenden Kommunal- und Regionalwahlen in Großbritannien im Mai anspielte.
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Erst vor wenigen Wochen hatte die britische Regierung den Weg für eine umstrittene chinesische »Super-Botschaft« in London freigemacht. Der riesige Komplex wird auf dem Gelände des historischen Royal-Mint-Gebäudes errichtet, das sich zentral in der Nähe des Tower of London und neben dem Finanzviertel befindet.
Vor allem wegen Sicherheitsbedenken gilt das Projekt seit Jahren als höchst umstritten. Kritiker fürchten, dass die chinesische Regierung den riesigen Komplex als Basis für Spionage nutzen könnte. Mehr zur Megabotschaft lesen Sie hier .
