US-Vizepräsident JD Vance gilt gemeinhin als großer Anhänger von künstlicher Intelligenz (KI). Doch eine Funktion des Chatbots Grok auf X, mit der Bilder massiv sexualisiert werden, stößt offenbar auch bei Vance auf Kritik. Das berichtete der britische Vizepremier David Lammy nach einem Gespräch mit Vance dem »Guardian« .
Er habe das Thema Grok angesprochen und die »entsetzliche Situation, in der diese neue Technologie Deepfakes und die Manipulation von Bildern von Frauen und Kindern ermöglicht, was einfach absolut abscheulich ist«, sagte Lammy der Zeitung. »Er stimmte mir zu, dass dies völlig inakzeptabel ist.«
Nutzer können Grok auffordern, gepostete Bilder zu sexualisieren, meist geschieht das bei Fotos von Frauen oder Kindern. Der britische Premierminister Keir Starmer nannte dies »widerlich«. Die Medienaufsichtsbehörde Ofcom untersucht derzeit, ob Grok gegen ein britisches Gesetz für Onlinesicherheit verstößt. Technologieministerin Liz Kendall sagte, sie erwarte, dass Ofcom die vollständigen rechtlichen Befugnisse nutze. Die Plattform X könnte demnach gesperrt werden.
X-Eigentümer Elon Musk reagierte mit heftiger Kritik auf die britische Untersuchung. Er warf der Regierung in London unter anderem Zensur vor, in einem Beitrag nannte er sie »faschistisch«. Ähnliche Vorwürfe gegen Großbritannien hatte Musk immer wieder erhoben.
Indonesien blockte als weltweit erstes Land am Samstag vorläufig den Zugang zu Grok. Dies geschehe, »um Frauen, Kinder und die Öffentlichkeit vor den Risiken gefälschter pornografischer Inhalte« zu schützen, sagte Digitalministerin Meutya Hafid.
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