SpOn 06.02.2026
21:32 Uhr

Grönland: Frankreich eröffnet Generalkonsulat


In Grönlands Hauptstadt Nuuk sind neue diplomatische Vertretungen aus Kanada und Frankreich eröffnet worden. Frankreich unterhält dort nun als einziges EU-Land ein Generalkonsulat auf der Arktisinsel.

Grönland: Frankreich eröffnet Generalkonsulat

US-Präsident Donald Trump will Grönland haben. Frankreich und Kanada reagieren auf ihre Weise. Sie haben nun diplomatische Vertretungen in der grönländischen Hauptstadt Nuuk eröffnet. Frankreich ist damit das erste EU-Land, das ein Generalkonsulat in Grönland hat.

»Wenn es eine Krise gibt, dann organisieren wir uns, um präsent zu sein«, sagte der französische Generalkonsul Jean-Noël Poirier der Nachrichtenagentur AFP kurz vor seiner Amtsübernahme. Frankreich sei bereit, die Einheimischen zu unterstützen, »wenn sie und die dänische Seite dies wünschen«, fügte er hinzu. Deutschland ist in Grönland lediglich mit einem ehrenamtlich tätigen Honorarkonsul vertreten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die Schaffung des Generalkonsulats in Nuuk im vergangenen Juni angekündigt. Bereits damals hatte US-Präsident Donald Trump immer wieder davon gesprochen, die Kontrolle über das zu Dänemark gehörende Grönland übernehmen zu wollen.

Der Konflikt um Grönland hatte sich vor Kurzem zugespitzt, als Trump mehrfach konkret mit der Annexion der Arktisinsel drohte. Er hatte seinen Besitzanspruch auf Grönland mit US-Sicherheitsinteressen in der Arktis begründet. Der Konflikt um die Arktisinsel drohte zeitweise, die Nato zu spalten. Seine Drohungen, zur Not auch militärische Macht anzuwenden, nahm Trump schließlich zurück – ebenso wie die Ankündigung von Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder. In Gesprächen versuchen Dänemark und die USA, eine Lösung zu finden.

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Beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar schloss Trump dann den Einsatz militärischer Gewalt aus und einigte sich nach eigenen Angaben mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf einen »Rahmen für ein Grönlandabkommen«.

mgr/dpa/AFP