Ein Erkundungsteam der Bundeswehr ist nach zweitägiger Arbeit wieder aus Grönland abgereist. Die 15 Soldaten und Soldatinnen verließen die Arktisinsel gegen 15 Uhr deutscher Zeit mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen. vor dem Start sah es kurz so aus, als ob das Wetter den Soldaten einen Strich durch die Rechnung macht, dann aber meldeten sie nach Deutschland, dass es doch losgeht.
Laut internen Meldungen der Bundeswehr verlief die Erkundung »planmäßig«, nur eine geplante Station der Reise konnten die Soldaten wegen des Wetters nicht ansteuern. Dennoch, so die Bundeswehr, konnten »wichtige Erkenntnisse« für mögliche Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit im Nordatlantik und in der Arktis erlangt werden.
Über den Sonntag gab es diverse Medienmeldungen, die von einem Abzug oder einer verkürzten Reise sprachen. Dies wurde in Bundeswehrkreisen als unzutreffend dargestellt. Ursprünglich habe das Team eine Reise von Donnerstag bis Samstag geplant. Da man schlussendlich gemeinsam mit dänischen Kräften erst am Freitag aufgebrochen war, sei die Erkundung um einen Tag bis Sonntag verlängert worden.
Bei dem Trip klärten die Soldaten des Heers, der Marine und der Luftwaffe vor allem logistische Details, wie man die Teilnahme der Bundeswehr an möglichen Übungen auf und rund um Grönland organisieren kann. Diese könnten, so hieß es am Sonntag, mit einzelnen Verbündeten wie Dänemark, Island oder Kanada, aber auch im Nato-Rahmen stattfinden.
Die Reise des Erkundungsteams war als Symbol gedacht, dass sich Deutschland stärker bei der Absicherung der Arktisregion engagieren will. Eigentlich als Signal gen Washington geplant, dass man die Sorgen des US-Präsidenten um die Sicherheit rund um Grönland ernst nimmt, entwickelte sich die Entscheidung schnell zum politischen Boomerang.
So droht Donald Trump den diversen europäischen Nationen, die Erkundungsteams nach Grönland entsandt haben, mittlerweile mit heftigen Strafzöllen, aus seiner Sicht blockieren sie die Übernahme der Insel durch die USA.
