Bei einer Kollision zwischen einem Boot der griechischen Küstenwache und einem Boot voller Migranten vor der Insel Chios sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bislang wurden nach Angaben des stellvertretenden Regionalgouverneurs Pantelis Vroulis 15 Leichen geborgen. Andere Quellen geben die Zahl der Todesopfer mit 14 an.
Alle Opfer seien Migrantinnen und Migranten, sagte Vroulis im griechischen Fernsehen. Der griechische Rundfunksender ERTNews berichtete, 25 Verletzte seien in das Krankenhaus der Insel gebracht worden – darunter elf Kinder und zwei Beamte der Küstenwache. Woher die Menschen stammen, ist bisher noch ungeklärt.
Chios gehört zu Griechenland, liegt aber in der Ägäis nur wenige Kilometer vor der türkischen Küste.
Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich Dutzende Migranten an Bord eines Bootes, das aus der Türkei kommend in Richtung der Küste von Chios unterwegs war. Eine Patrouille der griechischen Küstenwache soll das Boot entdeckt und eine Kursänderung verlangt haben.
In der Folge kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einer Kollision zwischen den beiden Booten, wobei mehrere Menschen ins Meer stürzten, wie der Athener Nachrichtensender Skai berichtete. Eine offizielle Mitteilung dazu gab es zunächst nicht.
Noch weitere Menschen im Wasser vermutet
Verletzte würden fortlaufend in den Hafen von Chios gebracht und von Rettungskräften in das örtliche Krankenhaus transportiert, hieß es in den Berichten. Die Küstenwache leitete gemeinsam mit der griechischen Luftwaffe eine Such- und Rettungsaktion ein. Dabei komme auch ein Hubschrauber mit Wärmebildtechnik zum Einsatz, da weitere Menschen im Wasser vermutet würden, berichteten griechische Medien.
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Schleuser bringen immer wieder Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis. Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks sind seit Jahresbeginn knapp 1000 Migranten aus der Türkei zu diesen Inseln übergesetzt.
