Nach dem Schusswaffenangriff auf US-Nationalgardisten in Washington mit einer Toten und einem Schwerverletzten könnte sich auf die ohnehin extrem strenge Einwanderungspolitik der USA noch verschärfen. Die Trump-Regierung will als Reaktion auf die Tat die Aufenthaltstitel von Staatsbürgern aus 19 Ländern einschränken. Darunter ist auch Afghanistan, von wo der mutmaßliche Täter stammt.
»Ich habe eine umfassende und strenge Überprüfung sämtlicher Greencards für alle Ausländer aus allen betroffenen Ländern angeordnet«, erklärte der Leiter der US-Einwanderungsbehörde USCIS am Donnerstag im Onlinedienst X.
At the direction of @POTUS, I have directed a full scale, rigorous reexamination of every Green Card for every alien from every country of concern.
— USCIS Director Joseph B. Edlow (@USCISJoe) November 27, 2025
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Auf Nachfrage der US-Fernsehsender CNN und NBC zu den betroffenen Ländern verwies die USCIS auf 19 im Juni von US-Präsident Donald Trump in einem Dekret aufgelistete Staaten.
Auf der Liste stehen neben Afghanistan auch Äquatorialguinea, Burundi, Eritrea, Haiti, Iran, Jemen, Kuba, Laos, Libyen, Myanmar, die Republik Kongo, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Togo, Tschad, Turkmenistan und Venezuela.
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Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) hatte ein Mann in der Nähe des Weißen Hauses das Feuer auf zwei Mitglieder der Nationalgarde eröffnet und sie lebensgefährlich verletzt. Am Donnerstagabend meldete der US-Präsident dann, dass eines der Angriffsopfer verstorben ist.
Auch JD Vance will schärferes Vorgehen
Der mutmaßliche Angreifer war laut US-Medienberichten im Jahr 2021 aus Afghanistan in die USA eingereist. Trump hatte den Angriff vor der Mitteilung der USCIS als »Akt des Bösen, einen Akt des Hasses und einen Akt des Terrors« verurteilt und angekündigt, alle aus Afghanistan während der Präsidentschaft seines Vorgängers Joe Biden eingereisten Ausländer erneut zu überprüfen.
Auch US-Vizepräsident JD Vance hat angekündigt, die Bemühungen der US-Regierung bei Abschiebungen zu verstärken. »Zuerst werden wir den Schützen vor Gericht bringen, und anschließend müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, Leute ohne das Recht in unserem Land zu sein zu deportieren«, erklärte Vance auf X.
Many of our voters will demand not just words, but action, and this is an entirely appropriate response. We will first bring the shooter to justice, and then we must redouble our efforts to deport people with no right to be in our country.
— JD Vance (@JDVance) November 27, 2025
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Einige Stimmen in großen Medienhäusern meinten, dass die Einwanderungspolitik der USA zu harsch sei, so Vance weiter. »Der heutige Abend erinnert uns daran, warum sie damit falschliegen.« Viele Wähler würden nun nicht nur Worte, sondern Handeln verlangen, und das sei eine »vollkommen angemessene Antwort«, schrieb der US-Vize.
