SpOn 28.11.2025
01:51 Uhr

Greencards: US-Regierung will sämtliche Aufenthaltstitel bestimmter Nationalitäten prüfen


Die Hintergründe der tödlichen Attacke in der US-Hauptstadt sind noch offen. Trotzdem plant die Trump-Regierung, viele Greencards überprüfen zu lassen. Auf der schwarzen Liste stehen 19 Länder.

Greencards: US-Regierung will sämtliche Aufenthaltstitel bestimmter Nationalitäten prüfen

Nach dem Schusswaffenangriff auf US-Nationalgardisten in Washington mit einer Toten und einem Schwerverletzten könnte sich auf die ohnehin extrem strenge Einwanderungspolitik der USA noch verschärfen. Die Trump-Regierung will als Reaktion auf die Tat die Aufenthaltstitel von Staatsbürgern aus 19 Ländern einschränken. Darunter ist auch Afghanistan, von wo der mutmaßliche Täter stammt.

»Ich habe eine umfassende und strenge Überprüfung sämtlicher Greencards für alle Ausländer aus allen betroffenen Ländern angeordnet«, erklärte der Leiter der US-Einwanderungsbehörde USCIS am Donnerstag im Onlinedienst X.

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Auf Nachfrage der US-Fernsehsender CNN und NBC zu den betroffenen Ländern verwies die USCIS auf 19 im Juni von US-Präsident Donald Trump in einem Dekret aufgelistete Staaten.

Auf der Liste stehen neben Afghanistan auch Äquatorialguinea, Burundi, Eritrea, Haiti, Iran, Jemen, Kuba, Laos, Libyen, Myanmar, die Republik Kongo, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Togo, Tschad, Turkmenistan und Venezuela.

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Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) hatte ein Mann in der Nähe des Weißen Hauses das Feuer auf zwei Mitglieder der Nationalgarde eröffnet und sie lebensgefährlich verletzt. Am Donnerstagabend meldete der US-Präsident dann, dass eines der Angriffsopfer verstorben ist.

Auch JD Vance will schärferes Vorgehen

Der mutmaßliche Angreifer war laut US-Medienberichten im Jahr 2021 aus Afghanistan in die USA eingereist. Trump hatte den Angriff vor der Mitteilung der USCIS als »Akt des Bösen, einen Akt des Hasses und einen Akt des Terrors« verurteilt und angekündigt, alle aus Afghanistan während der Präsidentschaft seines Vorgängers Joe Biden eingereisten Ausländer erneut zu überprüfen.

Auch US-Vizepräsident JD Vance hat angekündigt, die Bemühungen der US-Regierung bei Abschiebungen zu verstärken. »Zuerst werden wir den Schützen vor Gericht bringen, und anschließend müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, Leute ohne das Recht in unserem Land zu sein zu deportieren«, erklärte Vance auf X.

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Einige Stimmen in großen Medienhäusern meinten, dass die Einwanderungspolitik der USA zu harsch sei, so Vance weiter. »Der heutige Abend erinnert uns daran, warum sie damit falschliegen.« Viele Wähler würden nun nicht nur Worte, sondern Handeln verlangen, und das sei eine »vollkommen angemessene Antwort«, schrieb der US-Vize.

jok/AFP