SpOn 12.01.2026
05:44 Uhr

Golden Globes 2026: »Hamnet« als bestes Filmdrama ausgezeichnet, »One Battle After Another« als beste Komödie


Toppreise für »One Battle After Another« und »Hamnet«, Premieren für Timothée Chalamet und Amy Poehler: In Beverly Hills sind die Golden Globes verliehen worden. In den TV-Sparten triumphierten »The Pitt« und »The Studio«.

Golden Globes 2026: »Hamnet« als bestes Filmdrama ausgezeichnet, »One Battle After Another« als beste Komödie

Die Literaturverfilmung »Hamnet« der chinesischen Regisseurin Chloé Zhao hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Das Familiendrama thematisiert auf fiktive Weise die Trauer von William Shakespeare und seiner Frau Agnes nach dem Tod ihres Sohnes.

Als beste Filmkomödie wurde »One Battle After Another« des US-Regisseurs Paul Thomas Anderson mit einem Golden Globe ausgezeichnet (hier  geht’s zur Rezension). Der Politthriller setzte sich bei der Preisverleihung im kalifornischen Beverly Hills am Sonntag (Ortszeit) unter anderem gegen »Bugonia« und »Marty Supreme« durch. Der Film geht damit auch bei den diesjährigen Oscars als ein Favorit ins Rennen.

Die Golden Globes gelten als traditionell wichtiger Indikator für die Oscars, die wichtigsten Filmpreise der Welt. Die Nominierungen werden am 22. Januar verkündet, vergeben werden die Oscars am 15. März.

Timothée Chalamet gewinnt seinen ersten Golden Globe

Der 30-jährige Timothée Chalamet gewann mit seiner fünften Golden-Globe-Nominierung zum ersten Mal die begehrte Trophäe. Er erhielt den Preis in der Sparte bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical für seine Rolle als ambitionierter Tischtennisspieler in der Tragikomödie »Marty Supreme«. Chalamet setzte sich unter anderem gegen George Clooney (»Jay Kelly«), Leonardo DiCaprio (»One Battle After Another«) und Ethan Hawke (»Blue Moon«) durch.

Als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie/Musical wurde die Australierin Rose Byrne, 46, für ihre Rolle als überforderte Mutter in »If I Had Legs, I’d Kick You« ausgezeichnet (hier  mehr zu dem Familienschocker). Sie gewann damit unter anderem gegen ihre Kolleginnen Emma Stone (»Bugonia«), Cynthia Erivo (»Wicked: Teil 2«) und Kate Hudson (»Song Sung Blue«).

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Zur besten Hauptdarstellerin in einem Drama wurde die irische Schauspielerin Jessie Buckley gekürt. Sie spielt in »Hamnet« Shakespeares Frau Agnes.

Als bester Hauptdarsteller in einem Drama wurde der brasilianische Schauspieler Wagner Moura geehrt. In dem Politthriller »The Secret Agent« über die Militärdiktatur in Brasilien spielt er einen Mann auf der Flucht.

Als beste Nebendarstellerin wurde US-Schauspielerin Teyana Taylor ausgezeichnet. Die 35-Jährige überzeugte mit ihrer Rolle als militante Aktivistin in dem Politthriller »One Battle After Another«. Die Sängerin und Schauspielerin Taylor zeigte sich sichtlich überrascht – sie erhielt die Trophäe mit ihrer ersten Globe-Nominierung überhaupt.

Der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård gewann den Golden Globe als bester Nebendarsteller. Der 74-Jährige überzeugte in dem Familiendrama »Sentimental Value« des Norwegers Joachim Trier in der Rolle eines Vaters, der von seinen Töchtern entfremdet ist. Er habe sich für zu alt gehalten, um zu gewinnen, sagte Skarsgård in seiner Dankesrede. Er sei froh darüber, dass ein kleiner norwegischer Film ohne ein großes Budget diese Aufmerksamkeit bekomme.

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In der Kategorie Beste Filmmusik ging der Preis an den schwedischen Filmkomponisten Ludwig Göransson für den Soundtrack zu »Blood & Sinners«. Chancen auf einen Golden Globe hatten auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer mit seiner Musik für den Rennsportfilm »F1« und der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter mit seiner Untermalung des Dramas »Hamnet«. Für Zimmer war es die 16. Nominierung in dieser Kategorie.

Serienpreise für »The Pitt« und »The Studio«

Neben den Filmpreisen wurden in Beverly Hills auch Auszeichnungen für Fernsehproduktionen vergeben. Die HBO-Krankenhausserie »The Pitt« wurde dabei zur besten Dramaserie gekürt, »The Studio« zur besten Comedy (hier  mehr zu der Hollywoodsatire von Seth Rogen). Der Golden Globe für die beste Miniserie ging an »Adolescence« (hier  mehr dazu).

Insgesamt wurden in der Nacht zum Montag Preisträger und Preisträgerinnen in 27 Film- und Fernsehkategorien bekannt gegeben – und erstmals auch in einer Podcast-Sparte. Hier gewann Amy Poehler. Journalisten und Journalistinnen aus aller Welt stimmen über die Sieger der Golden Globes ab (sämtliche Preisträger finden Sie hier  auf der Website der Golden Globes). Die Gala wurde live vom US-Sender CBS ausgestrahlt. Moderiert wurde sie zum zweiten Mal in Folge von Nikki Glaser (mehr zu der Komikerin hier ).

aar/Reuters/dpa/AFP