Hollywoodstar George Clooney hat es geschafft, könnte man meinen. Einer Absage hängt er trotzdem noch nach, wie er jetzt im Interview mit der britischen »Sunday Times« verriet: Er sei in der Endauswahl für die Rolle des charmanten und kriminellen J.D. im Film »Thelma & Louise« gewesen. Doch dann ging die Rolle an jemand anderen: Schauspielkollege Brad Pitt.
Damit sei Pitt der Durchbruch in der Filmbranche gelungen, sagte Clooney nun im Interview. Vorher habe er doch nur »Sitcoms und Mist« gemacht. »Ich habe mir ›Thelma & Louise‹ jahrelang nicht angesehen, weil ich mich darüber geärgert habe«, so Clooney.
»Oh ja, er macht sich über mich lustig«
Pitt spielte 1991 in dem Film »Thelma & Louise« an der Seite von Geena Davis und Susan Sarandon. In dem Film gingen beide Frauen auf einen selbst ermächtigenden Rache-Roadtrip durch den Süden der USA – und schufen damit einen feministischen Meilenstein der Filmgeschichte. Eine pikante Liebesszene mit Davis brachte Pitt den Ruf eines Sexsymbols ein.
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Noch heute ziehe Pitt ihn damit auf, dass er die Rolle abgestaubt habe, verriet Clooney: »Oh ja, er macht sich über mich lustig.« Aber als Clooney ihn in der Rolle gesehen habe, habe er gedacht: Es habe Pitt sein müssen. Dass der Schauspieler die bessere Wahl für die Rolle gewesen sei, habe Clooney auch an der Szene gemerkt, in der Pitt sein Shirt ausziehen musste.
Ehrfurcht nur vor Geena Davis und Susan Sarandon
Im Podcast »New Heights« mit Jason und Travis Kelce sprach Brad Pitt vor wenigen Monaten ebenfalls über den Film, der ihn berühmt gemacht hat. Auf die Frage, ob er jemals vor einem Co-Star Ehrfurcht gehabt habe, sagte er dort: »Als ich Geena Davis und Susan Sarandon zum ersten Mal traf, hatte ich das, ja.«
Die Zusammenarbeit mit den beiden Frauen scheint der Schauspieler in guter Erinnerung behalten zu haben. Für Davis hatte Pitt bereits 2023 in einem Interview mit dem »W Magazine« Worte des Lobes übrig: »Geena war so süß und freundlich und zart«, sagte Pitt über die Dreharbeiten zur gemeinsamen Sexszene. »Diese Liebesszene dauerte, glaube ich, zwei Drehtage. Sie hat sich gut um mich gekümmert.«
