Über aktuelle Filmprojekte hat er zur Zeit nicht viel zu berichten – dafür lästert der Regisseur Quentin Tarantino über Schauspieler ab. Im Dezember zählte er in einem Podcast-Gespräch mit Bret Easton Ellis gleich drei Männer aus dem Geschäft auf, die aus seiner Sicht schlechte Darsteller sind.
Einer von ihnen war der aus dem Ölbohrer-Western »There Will Be Blood« bekannte Darsteller Paul Dano. Der sei ein »Weichei«. Aber auch Owen Wilson (»Zoolander«) und Matthew Lillard (»Five Nights at Freddy’s 2«) wurden lautstark vorgeführt .
Nun springt George Clooney den Kollegen bei. Bei der AARP-Movies-for-Grownups-Preisverleihung, wo er für seinen aktuellen Netflix-Film »Jay Kelly« geehrt wurde, erzählte er laut US-Branchenmagazin »Variety« , dass viele seiner engen Freunde Schauspieler seien und er eine große Affinität zu Leuten aus diesem Milieu habe. Clooney beklagte, dass wir in einer »Zeit der Grausamkeit« lebten. Er feierte die drei von Tarantino geschmähten Kollegen und sagte: »Ich würde mich geehrt fühlen, mit Paul Dano, Owen Wilson und Matthew Lillard zusammenzuarbeiten.«
Clooney (l.) und Tarantino in »From Dusk Till Dawn«: »Ich bin ein wenig irritiert von ihm«
Foto: Dimension Films / Courtesy Everett Collection / IMAGOEs war nicht das erste Scharmützel mit Tarantino. Clooney war offenbar selbst schon mal in die Schusslinie des »Django Unchained«-Regisseurs geraten. Tarantino hatte 2024 angeblich behauptet, Clooney sei gar kein richtiger »Moviestar«. Der Schauspieler reagierte 2024 in einem Interview mit der »GQ« gelassen auf die Anwürfe Tarantinos. Seine Reaktion war eher ein verbales Stirnrunzeln: »Ich bin ein wenig irritiert von ihm.«
Clooney und Tarantino sind alte Bekannte. Ihr Verhältnis reicht bis Mitte der Neunzigerjahre zurück: Damals standen sie gemeinsam für die Horrorgroteske »From Dusk Till Dawn« von Robert Rodriguez vor der Kamera; sie spielten das schießfreudige Brüderpaar Seth und Richard Gecko.
Dass Clooney sich so empathisch in Bezug auf die beschimpften Kollegen zeigte, liegt möglicherweise an seinem aktuellen Netflix-Film: In »Jay Kelly« verkörpert er einen Hollywoodstar mit Selbstzweifeln.
Tarantino ist indes schon länger nicht mehr in einer Kinorolle zu sehen gewesen. Einen seiner letzten Auftritte absolvierte er 2014 in einem kleinen Cameo in der Filmbiz-Komödie »Broadway Therapy«. Hauptdarsteller war: Owen Wilson.
