SpOn 30.12.2025
09:28 Uhr

Gelsenkirchen: Sparkasse soll nach Einbruch in Tresorraum wieder öffnen


Die Betroffenen des Einbruchs in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen sollen heute erste Informationen bekommen. Das kündigte die Bank an. Am Vortag war es zu Tumulten gekommen.

Gelsenkirchen: Sparkasse soll nach Einbruch in Tresorraum wieder öffnen

Nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum einer Sparkasse in Gelsenkirchen soll der Kundenbetrieb wieder aufgenommen werden. Ziel sei es, dass die Filiale im Stadtteil Buer an diesem Dienstag wieder öffne und Betroffene erste Informationen bekommen könnten, sagte ein Sparkassen-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Im Tresorraum der Sparkassenfiliale sind laut Polizei sehr viele Schließfächer von dem Täter oder den Tätern aufgebrochen worden. Ersten Erkenntnissen zufolge verschafften sich die Unbekannten über ein Parkhaus Zugang zu dem Gebäude. Der Weg führte dann durch mehrere Türen in einen Archivraum. In diese Wand bohrten sie ein Loch, um den Tresorraum zu erreichen. Dabei kam offenbar auch ein Spezialbohrer zum Einsatz.

Andrang von Kunden

Das Bekanntwerden des Einbruchs löste am Montag einen Andrang von Kunden aus, die Informationen einforderten. Die Polizei räumte den Vorraum der Filiale und versuchte auch mit Lautsprecherdurchsagen, die Situation zu beruhigen. Zeitweise standen nach Schilderung eines Reporters der Nachrichtenagentur dpa schätzungsweise 200 Menschen vor dem Gebäude.

Ein Sprecher der Bank sagte der dpa, grundsätzlich habe die Sparkasse Gelsenkirchen jedes Fach mit 10.300 Euro versichert. Darüber hinaus bestehe für Kunden die Möglichkeit, eine höhere Versicherungssumme abzuschließen. Die Sparkasse befinde sich bereits im Gespräch mit der Versicherung. »Wir wollen die Kunden unterstützen, welche Unterlagen sie vorlegen müssen.«

Keine »heiße Spur«

Der Einbruch ist in der Nacht zum Montag durch einen Brandmeldealarm aufgefallen. Als Feuerwehrleute und Polizisten das Gebäude nach einem Feuer durchsuchten, stießen sie auf die Einbruchsspuren im Keller. Eine »heiße Spur« zu dem oder den Tätern gab es laut Polizei bislang nicht. Es sollen umfangreiche Daten wie Fahrzeugbewegungen ausgewertet und Anwohner befragt werden.

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Viele Fragen sind noch offen. Dazu gehört unter anderem auch die Höhe des Schadens. Da Banken selbst keine Kenntnis über den Inhalt der Schließfächer haben, müssen zunächst die Betroffenen festgestellt und kontaktiert werden. Auch wann genau der Einbruch erfolgte, ist noch nicht klar. Es wird von den Weihnachtsfeiertagen und dem anschließenden Wochenende ausgegangen.

bbr/dpa