In Gelsenkirchen haben Ermittler nach einem Einbruch in eine Sparkassenfiliale Autokennzeichen sichergestellt, die zu einem der Fluchtfahrzeuge gehören könnten. Die Kennzeichen wurden in Dortmund gefunden. Ob sie tatsächlich von den Fluchtfahrzeugen der Täter stammen, wird nun geprüft.
Nach Informationen der »Bild« -Zeitung hatte ein Zeuge die Polizei am Sonntagnachmittag alarmiert. Die Kennzeichen seien in einem Abfallbehälter am Taxistand des Dortmunder Hauptbahnhofs entsorgt worden. Es seien vor Ort Spuren gesichert worden, auch der Zeuge wurde dem Bericht zufolge erkennungsdienstlich behandelt, um seine Spuren an den gefälschten Kennzeichen ausschließen zu können.
Die Täter waren bei ihrem spektakulären Coup mithilfe eines Bohrers durch ein großes Loch in den Tresorraum der Bank gelangt. Fast alle 3250 Kundenschließfächer der Sparkassenfiliale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen. Die Tat könnte sich über mehrere Tage hingezogen haben, die Täter entkamen unerkannt. Der Schaden liegt möglicherweise bei mehr als 100 Millionen Euro, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr.
Tresorraum der Sparkasse in Gelsenkirchen: Mit dem Bohrer durch die Wand
Foto:Polizei Gelsenkirchen / dpa
Einsatzkräfte hatten den Einbruch am 29. Dezember nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Polizei suchte daraufhin mit den Bildern einer Überwachungskamera nach den Tätern und den Fahrzeugen, die sie benutzt haben. Die Fotos stammen demnach aus dem Parkhaus, über das die Einbrecher in das angrenzende Bankgebäude eingedrungen sind.
Die Aufnahmen, die alle vom 29. Dezember 2025 stammen, zeigen drei maskierte Männer und zwei Fahrzeuge – einen schwarzen Audi RS 6 und einen weißen Mercedes Citan. Beide Fahrzeuge trugen laut Polizei gefälschte Kennzeichen – der Audi eines aus Hannover und der Mercedes eines aus Beckum.
Die Polizei bat um Hinweise aus der Bevölkerung, ob die Fahrzeuge in den Tagen um Weihnachten irgendwo abgestellt oder geparkt worden seien.
