SpOn 15.02.2026
05:45 Uhr

Gavin Newsom: Demokrat nennt Donald Trump »invasive Spezies« und attestiert ihm Machtverlust


Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom greift Donald Trump gern direkt an. So auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz: Nun sei der perfekte Moment für die Welt, dem schwächelnden Präsidenten die Stirn zu bieten.

Gavin Newsom: Demokrat nennt Donald Trump »invasive Spezies« und attestiert ihm Machtverlust

Noch ist völlig offen, wer die demokratische Partei in den nächsten Präsidentschaftswahlkampf führen wird. Doch gemessen an der schieren Medienpräsenz hat sich Gavin Newsom zumindest in dieser sehr frühen Phase eine gute Ausgangssituation geschaffen. Seine Attacken gegen Donald Trump in den sozialen Medien sorgen immer wieder für Aufsehen, ebenso wie seine sonstigen wenig geschönten Worte in Richtung des amtierenden US-Präsidenten.

Nun hat er sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu Trump geäußert. Der demokratische Gouverneur von Kalifornien sieht eine wachsende Entschlossenheit Europas, Trump etwas entgegenzusetzen. »Ich glaube, Europa fühlt sich heute so vereint wie schon lange nicht mehr«, sagte Newsom bei seinem zweiten Auftritt bei der Konferenz. Und das sei vielleicht das einzige Verdienst von Trump. Diesen griff er erneut aufs Schärfste an.

Newsom kritisierte unter anderem das umstrittene Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in den Vereinigten Staaten. Menschen verschwänden plötzlich, zwei US-Staatsbürger seien jüngst erschossen worden (mehr dazu hier).

Das Immunsystem sei aber inzwischen aufgeweckt worden – das gelte für das amerikanische Volk und zunehmend auch für den Rest der Welt. Trump nutze Schwäche aus – das sei seine Stärke. Er reagiere aber anders auf Überzeugung, Charakter und Zielstrebigkeit, wenn sich jemand entschlossen äußere. Das habe sich auch in der Rede von US-Außenminister Marco Rubio in München widergespiegelt. Rubio hatte Europa in seiner mit Spannung erwarteten Rede die Hand gereicht, aber auch Forderungen gestellt.

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Newsom kritisierte, unter Trump seien die USA die größte Quelle von Instabilität auf der Welt geworden. Alte Werte würden von Trump in Echtzeit zerstört. »Unsere Republik wird in Echtzeit zerstört«, warnte der US-Demokrat. Und, das sage er über Trump nicht leichtfertig: »Er ist eine invasive Spezies. Er hat die Republikanische Partei übernommen.«

Im Herbst könnte die Quittung für die Republikaner kommen

Gleichwohl sagte Newsom den Republikanern unter Trump eine Niederlage bei den Midterm-Wahlen im Herbst voraus: Diese würden dabei vernichtend geschlagen werden, prophezeite der Gouverneur.

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Nach Einschätzung von Newsom befindet sich der US-Präsident auf mehreren Ebenen auf dem Rückmarsch. »Donald Trump ist auf dem Rückzug. Ich denke, es ist wichtig, dass die Menschen das verstehen und richtig einordnen«, sagte Newsom im Interview der Deutschen Welle (DW). Er sei beim Thema Grönland auf dem Rückzug, das zeige sich deutlich im Ton und Tenor der Aussagen von Rubio in München.

Mit Blick auf die innenpolitische Lage in den USA sagte Newsom der DW: »Er ist historisch unbeliebt in den USA.« Er liege in jeder Kategorie hinten, einschließlich seines wichtigsten Themas, der Migration. »Und jetzt liegt er auch in den Meinungsumfragen zu diesem Thema hinten.« Er werde zunehmend schwächer, und er zeige sich als schwach. Wenn Menschen sich Trump entgegenstellten, »Feuer mit Feuer bekämpfen, dann gibt er nach«.

jok/dpa