SpOn 27.11.2025
02:11 Uhr

G20: Donald Trump erklärt, Südafrika nicht zum Gipfel in den USA einzuladen


Ende 2026 wird sich die Gruppe der G20 in einem von Donald Trumps Golfresorts bei Miami treffen. Südafrika wird bei dem Gipfel wohl fehlen – auf Anweisung des US-Präsidenten.

G20: Donald Trump erklärt, Südafrika nicht zum Gipfel in den USA einzuladen

US-Präsident Donald Trump will die Teilnahme Südafrikas am G20-Gipfel im kommenden Jahr in den USA verhindern. Der Republikaner schrieb  auf der Plattform Truth Social, auf seine Anweisung hin werde Südafrika keine Einladung für das Treffen im Dezember 2026 in Miami erhalten.

Trump warf Südafrika erneut vor, einen »Genozid« an weißen Bauern zu begehen. Fachleute und Südafrikas Regierung widersprechen der Darstellung eines angeblichen Völkermords entschieden.

Trump kritisierte nun außerdem, Südafrika habe sich am Ende des jüngsten G20-Gipfels vor wenigen Tagen in Johannesburg geweigert, den jährlich wechselnden G20-Vorsitz symbolisch an einen hochrangigen Vertreter der US-Botschaft zu übergeben.

Der US-Präsident hatte bei dem Gipfel in Südafrika gefehlt, sein Vize JD Vance kam ebenfalls nicht (mehr zu dem Boykott hier). Auch in dem Kontext hatte Trump dem Land ohne Beweise vorgeworfen, dass dort weiße Farmer verfolgt und getötet würden. Mit der Darstellung eines angeblichen Völkermords greift Trump einen in rechtsextremen Kreisen verbreiteten Verschwörungsmythos vom sogenannten »weißen Genozid« auf. Zwar gibt es in Südafrika Gewaltkriminalität, die auch Landwirte betrifft – allerdings quer durch alle Bevölkerungsgruppen.

Mehr zum Thema

Der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) gehören 19 Staaten, die Europäische und die Afrikanische Union an. Zu den Ländern zählen die großen westlichen Demokratien wie die USA, Deutschland und Großbritannien, aber auch autoritär geführte Staaten wie Russland und China.

Trump kündigte nun auch an, dass die USA alle Zahlungen und Unterstützung für Südafrika ab sofort einstellen würden. Was genau er damit meinte, blieb unklar.

Im Herbst hatte Trump bekannt gegeben, dass der G20-Gipfel in Florida ausgerichtet wird – und zwar in einem seiner eigenen Golfresorts. Trump hob hervor: Die Luxusanlage »Doral« bei Miami liege ganz in der Nähe eines Flughafens und sei »die beste Location« für den Gipfel im Dezember 2026. Geld werde das hinter dem Golfresort stehende Unternehmen nicht verdienen.

aar/dpa