Joshua Kimmich beabsichtigt, Debatten abseits des Fußballs vor der WM 2026 möglichst auszublenden. »Ich nehme nicht mehr teil an der politischen Diskussion«, sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft nach dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Union Saint-Gilloise (2:0) über die aufkommenden Rufe nach einem Boykott des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada.
Seine Haltung sei eine Lehre aus der WM 2022 in Katar, sagte Kimmich im Interview mit Sport1 weiter, zeitweise grinsend. »Das haben wir ja gemerkt, dass es nicht zielführend ist, wenn wir Spieler uns da zu sehr politisch äußern.« Es sei zwar »auch ein bisschen unsere Verantwortung, sich bis zu einem gewissen Punkt zu äußern. Aber ich glaube, da haben wir andere Menschen in Deutschland und beim DFB, die sich da besser auskennen und sich dazu äußern sollen.«
DFB schweigt zu dem Thema
Bei der vergangenen Fußball-WM hatten die deutschen Fußballer vor dem ersten WM-Gruppenspiel in Katar ein Zeichen für Menschenrechte gesetzt. Die Aktion wurde damals allerdings auch kritisiert.
Zuletzt hatten erste Politiker in Deutschland und Großbritannien einen Boykott des Fußballturniers (11. Juni bis 19. Juli 2026) als Reaktion auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Europa ins Spiel gebracht. Am Mittwochabend, rund um das Bayern-Spiel, hatte Trump beim Weltwirtschaftsforum dann seinen Verzicht auf eine weitere Eskalation des Konflikts um Grönland erklärt.
Der Deutsche Fußball-Bund schweigt bislang zu diesem Thema.
