SpOn 03.12.2025
20:13 Uhr

Fußball-WM 2026: Donald Trumps WM-Beauftragter hält Razzien bei Spielen für denkbar


Seit Monaten verhaften ICE-Trupps Migranten in den USA. Donald Trumps WM-Beauftragter Andrew Giuliani schließt auch Einsätze bei Spielen nicht aus. Und zieht seltsame Vergleiche mit der DFB-Abwehr.

Fußball-WM 2026: Donald Trumps WM-Beauftragter hält Razzien bei Spielen für denkbar

Bei den Spielen der Fußball-WM 2026 in den USA könnten auch Fans durch Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE festgenommen werden. Bei einer Pressekonferenz in Washington, D.C. wurde der Fifa-Beauftragte des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, dazu befragt und antwortete: »Ich kenne den Präsidenten seit 25 Jahren. Der Präsident schließt nichts aus, was dazu beiträgt, die Sicherheit der amerikanischen Bürger zu erhöhen.«

Der Sohn des früheren New Yorker Bürgermeisters und Anwalts von US-Präsident Donald Trump verglich die Sicherheitsmaßnahmen der USA mit der Abwehr der deutschen Nationalmannschaft. »Wir denken gern, dass ihre Fußball-Abwehr wie die nationale Sicherheit der USA ist, eine starke Abwehr, die sehr schwer zu überwinden ist.«

Deutsche brauchen kein Visum

Giuliani zeigte sich zuversichtlich, dass viele Deutsche zur WM kommen. »Wir wissen, dass die Deutschen überall hinreisen, wo die Weltmeisterschaft stattfindet. Sie werden sicherlich auch bei der diesjährigen Weltmeisterschaft dabei sein. Sie werden wahrscheinlich weit im Turnier kommen.« Der Fifa-Beauftragte verwies außerdem darauf, dass Deutsche kein Visum für die Einreise brauchen.

Deutsche könnten stattdessen online einen sogenannten Esta-Antrag (Electronic System for Travel Authorization) stellen. Das ist ein Programm, bei dem Bürger sich ohne Visum etwa für ihren Urlaub in den Vereinigten Staaten aufhalten können.

Bei der Pressekonferenz musste sich Giuliani vielen Fragen zu möglichen Einreiseproblemen stellen, ob Fans an der Grenze aufgehalten werden, weil sie vielleicht an Protesten teilgenommen hatten oder etwas Kritisches auf Facebook oder X gepostet haben. Auf die Fragen ging er nicht explizit ein.

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Am Freitag findet in Washington, D.C. die Auslosung der Gruppenphase für die WM-Endrunde statt. Moderiert wird die Veranstaltung von der deutschen Entertainerin Heidi Klum. Nach Angaben aus dem Weißen Haus will auch Trump an dem Event teilnehmen. Zuletzt war spekuliert worden, dass der 79 Jahre alte Republikaner bei der Zeremonie den neuen Fifa-Friedenspreis erhalten könnte.

Deutschland ist als einer der zwölf Gruppenköpfe gesetzt. Damit geht die Auswahl Favoriten wie Argentinien, Spanien, Frankreich oder England aus dem Weg. Auch ein Vorrundenduell mit einem der Gastgeber USA, Mexiko oder Kanada ist nicht möglich.

Show und Auslosung können Sie am Freitag ab 17.30 Uhr im SPIEGEL-Liveticker mitverfolgen.

mrk/dpa/sid