Die Abstiegssorgen des 1. FC Heidenheim wurden an diesem 22. Bundesligaspieltag weiter vergrößert. Der Tabellenletzte unterlag am Sonntag beim FC Augsburg 0:1. Im zweiten Spiel trennten sich RB Leipzig und der VfL Wolfsburg 2:2 (0:0). Beide Mannschaften treten damit auf der Stelle.
Drückend überlegen, trotzdem nur ein Punkt: RB Leipzig hat im Kampf um die Rückkehr in die Champions League den nächsten Dämpfer gegen einen Abstiegskandidaten hinnehmen müssen. Gegen den VfL Wolfsburg reichte es für die Sachsen nur zu einem 2:2 (0:0).
Vor 35.787 Fans sorgten Mohamed Amoura (52.) und Mattias Svanberg (78.) für die VfL-Führung, Yan Diomande (70.) und Brajan Gruda (89.) glichen jeweils aus. Leipzig ist nun Fünfter, Wolfsburg bleibt auf Rang 15.
Leipzigs Antonio Nusa gegen Wolfsburg: Drückend überlegen
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Leipzigs Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff hatte nach dem Pokal-Aus am Mittwoch in München die Qualifikation zur Königsklasse als neues Saisonziel ausgerufen. Soll das gelingen, muss gerade gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel gepunktet werden. Schon beim FC St. Pauli (1:1) und gegen Mainz (1:2) hatte Leipzig eingeplante Zähler aber nicht geholt.
Vor dem Anpfiff verabschiedete RB seinen langjährigen Stürmer Timo Werner. Für ihn geht es weiter in die US-Liga MLS nach San José. »Ich wollte eigentlich nichts sagen, da ich nicht der Mann der großen Worte bin«, sagte der Ex-Nationalspieler. »Aber aus gegebenem Anlass: Am Mittwoch wurde meine Tochter geboren, und ich glaube, sie könnte nicht stolzer sein.«
Der FC Augsburg hat den 1. FC Heidenheim in einem schwachen Kellerduell weiter in Richtung 2. Fußball-Bundesliga geschossen. Mit einem cool verwandelten Foulelfmeter bescherte Alexis Claude-Maurice (80. Minute) den Fuggerstädtern beim extrem biederen 1:0 (0:0) drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.
Die Heidenheimer müssen sich nach dem neunten sieglosen Spiel am Stück dagegen immer mehr mit dem Abstieg anfreunden. Mit 13 Zählern nach 22 Spieltagen bleibt die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt Tabellenletzter und hat sechs Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel ist noch jeder Verein mit dieser Bilanz abgestiegen.
»Es war sicherlich kein schönes Spiel. Ich glaube, ich wäre eingeschlafen vor dem Fernseher, hätte meinen Mittagsschlaf gemacht, hätten wir gestern gespielt«, kommentierte Augsburgs Keven Schlotterbeck anschließend.
Der Tabellenletzte war gerade in der zweiten Halbzeit das überlegene Team. Von Jan Schöppner (65.) und Eren Dinkci (68.) in der Schlussphase vergebene aussichtsreiche Chancen waren aber Ausdruck, wie ungefährlich die Heidenheimer als schwächste Offensive der Liga sind. Claude-Maurice blieb hingegen vom Punkt eiskalt, nachdem Benedikt Gimber Augsburgs Kapitän Schlotterbeck vor 30.107 Zuschauern nach einem Eckball gefoult hatte.
Augsburg hat nun sechs Zähler Vorsprung auf Werder Bremen auf Rang 16.
