SpOn 21.02.2026
17:57 Uhr

Fußball-Bundesliga: FC Bayern München besiegt Eintracht Frankfurt, Ragnar Ache gelingt Traumtor für Köln


Der FC Bayern führt komfortabel gegen die Eintracht – und macht das Spiel plötzlich selbst spannend. Ragnar Ache erzielt einen Treffer, der seine Kölner Mitspieler ungläubig zurücklässt.

Fußball-Bundesliga: FC Bayern München besiegt Eintracht Frankfurt, Ragnar Ache gelingt Traumtor für Köln

Der FC Bayern München hat Eintracht Frankfurt geschlagen und seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga vorerst ausgebaut. In München machten es die Gastgeber spannend, dabei führten sie zwischenzeitlich klar. Aleksandar Pavlović (16. Minute) erzielte das 1:0, Harry Kane erhöhte wenig später (20.) und legte das 3:0 nach (68.). Dann verkürzte Jonathan Burkardt für die Eintracht (77.), Arnaud Kalimuendo sorgte für den Endstand (86.).

Für den Titelkampf bedeutet das, dass sich die Restspannung bald in Luft auflösen könnte. Neun Punkte beträgt Bayerns Vorsprung auf Borussia Dortmund. Am Abend tritt der BVB bei RB Leipzig an (18.30 Uhr; TV: Sky; Liveticker SPIEGEL.de). Kommenden Samstag empfängt er die Münchner zum Bundesliga-Topspiel.

Die Bayern erleben einen für ihre Verhältnisse entspannten Februar. Weil sie in der Champions League direkt fürs Achtelfinale qualifiziert sind, hatten sie unter der Woche kein Spiel zu bestreiten. Und tatsächlich wirkten sie gegen Frankfurt ziemlich energiegeladen. Jamal Musiala schoss noch über das Tor (14.), dann fielen zwei schnelle Treffer, jeweils ging ihnen ein Eckball voraus.

Beim 1:0 kam Pavlović im Anschluss an einen solchen von außerhalb des Strafraums zum Schuss, er traf den Ball nicht perfekt, und unhaltbar wirkte dieser Versuch daher nicht. Frankfurts Kauã Santos ließ ihn dennoch durch die Finger gleiten (16.). Kurz darauf verlängerte Münchens Josip Stanišić eine scharf getretene Ecke mit dem Hinterkopf vor das Tor, wo Kane ebenfalls per Kopf aus kurzer Distanz vollendete (20.).

Der Starstürmer verpasste bei einem aussichtsreichen Angriff das 3:0, als er auf Kauã Santos schoss (34.). Erheblich besser machte er es, als er von der Strafraumgrenze aus mit seinem schwächeren linken Fuß um einen Frankfurter Verteidiger und Torwart Kauã Santos herumschlenzte (68.).

Es war auch Kane, der den Strafstoß verursachte, den Burkardt (77.) verwandelte. Als kurz darauf Joshua Kimmich im eigenen Strafraum zu Kim Min-jae passte und dieser den Ball nicht rechtzeitig erreichte, stand es plötzlich 2:3.

Ragnar Ache hat das schönste Tor dieses 23. Spieltags erzielt. Obwohl noch einige Partien ausstehen, dürfte dieser Satz auch danach gelten. Denn Treffer wie der des Kölner Stürmers fallen selten: In der 15. Minute sah Ache eine hohe Flanke in seine Richtung fliegen, er stieß sich vom Boden ab, setzte zum Fallrückzieher an und erwischte den Ball so gut, dass er im langen Eck des Hoffenheimer Tors landete.

Ache, 27, brüllte seine Freude heraus, viele seiner Teamkollegen fassten sich mit den Händen an den Kopf, ein solches Tor sieht man in der Bundesliga selten. Aber: Am Ende jubelten Ache und sein FC nicht mehr. Denn seine Führung genügte nicht zum Sieg.

Hoffenheim gelang noch vor der Pause durch Ozan Kabak der Ausgleich (45.), kurz nach der Hälfte drehte Andrej Kramarić das Spiel (60.). Auch dieses Tor war ein sehenswertes. In seiner Entstehung legte Fisnik Asllani den Ball per Hacke auf, Bazoumana Touré schoss an die Latte, Kramarić staubte ab. Said El Mala stellte zumindest sicher, dass Köln einen Punkt gewann (63.).

Bundesligaspiele, die zwischen zwei Champions-League-Partien liegen, können besonders schwierig sein. Bayer hat das in Berlin erfahren müssen. Die Leverkusener, die unter der Woche bei Olympiakos Piräus 2:0 gewannen, taten sich schwer beim 1. FC Union.

Rani Khedira erzielte das 1:0, er tankte sich auf bemerkenswerte Weise durch und hob den Ball über Leverkusens Torwart Janis Blaswich, das war eine Perspektive auf diesen Treffer. Die andere: Bayers Robert Andrich ließ Khedira an sich vorbeilaufen, es war schon ungewöhnlich, wie körperlos der eigentlich so robuste Nationalspieler in diesem Zweikampf agierte (28.).

Danach hatte Leverkusen viel Ballbesitz, kam aber kaum zu Chancen – bis zu den Schlussminuten. Da vergab Patrik Schick gleich zweimal die Gelegenheit auf den Ausgleich. Im Kampf um die Qualifikation zur Königsklasse ist das ein Rückschlag, Stuttgart könnte seinen Vorsprung mit einem Sieg in Heidenheim am Sonntag auf sechs Punkte ausbauen.

Trotz zweifacher Führung hat Wolfsburg gegen Augsburg verloren. Yannick Gerhardt traf nach einem Eckball zur Führung (41.), später brachte Kento Shiogai den VfL nochmals in Front (71.). Doch Rodrigo Ribeiro (59.), Michael Gregoritsch (87., Handelfmeter) und Elvis Rexhbecaj (90.+3) drehten die Begegnung. Damit ist Wolfsburg seit fünf Spielen sieglos.

mon