Kanzler Friedrich Merz galt lange als der große Transatlantiker der deutschen Politik. Selbst im Wahlkampf sprach er noch von einer »Positivagenda« mit den USA. Er forderte sogar mehr Freihandel. Dabei dürfte dem US-Präsidenten kaum etwas ferner liegen, als die Vereinigten Staaten weiter für Produkte aus Deutschland zu öffnen. Nun hat Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine bemerkenswerte Rede gehalten. Von einem bedingungslosen Transatlantiker Merz dürfte vorerst niemand mehr sprechen.
In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno über die Wandlung des Kanzlers – und über die Folgen, die nun auf Deutschland zukommen könnten. Dafür spricht Moreno mit Marina Kormbaki, sie ist stellvertretende Leiterin des Hauptstadtbüros des SPIEGEL. Die zentrale Frage, die beide beleuchten: Geht der Plan von Kanzler Merz auf, an die Stelle des brüchig gewordenen transatlantischen Bündnisses ein geeinteres Europa zu setzen?
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