Katharina Dröge, Bündnis 90 / Die Grünen: »Ist das wirklich Ihr Ernst, Herr Merz? Wenn so eine große Zahl an Rechtsextremen im Deutschen Bundestag sind, dass Sie ausgerechnet diesen Satz sagen, dass die deutsche Umweltpolitik schädlich für unsere Demokratie sein soll? Wissen Sie, was schädlich ist für unsere Demokratie? Das sind konservative Parteien, die Mehrheiten mit Rechtsextremen suchen. So wie das Ihr Parteifreund Manfred Weber gerade auf europäischer Ebene tut. Das wäre Ihr Job, Herr Merz. Wenn Sie sich Gedanken um diese Demokratie machen, dann sorgen Sie dafür, dass auch auf europäischer Ebene die Brandmauer wieder steht.«
Friedrich Merz, Bundeskanzler: »Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Europäische Kommission hat in den letzten Wochen intensiv daran gearbeitet, konkrete Vorschläge vorzulegen, wie die Ukraine in den kommenden Jahren unterstützt werden kann. In Rede stehen Finanzmittel von bis zu 90 Milliarden Euro. Es geht dabei um zweierlei. Es geht zum einen natürlich um die Hilfen für die Ukraine. Aber es geht auch um ein klares Signal an Russland, dass wir die Vermögenswerte, die hier liegen, auch dafür nutzbar machen, beizutragen, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden.«
Markus Frohnmaier, AfD: »Wollen Sie deutsche Soldaten in die Ukraine entsenden im Rahmen der Sicherheitsgarantien? Das lässt sich mit Ja oder Nein beantworten, als kleiner Hinweis.«
Friedrich Merz, Bundeskanzler: »Herr Abgeordneter, es gibt Fragen auf dieser Welt, die nicht so einfach sind, wie Sie sie sich vielleicht vorstellen, zu beantworten. Und diese Frage gehört dazu. Wir sprechen über Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Waffenstillstand, der mit Russland vereinbart werden muss.«
Katharina Dröge, Bündnis 90 / Die Grünen: »Und im Rest der Zeit gibt es Friedrich Merz. Gibt es einen Mann, der sich im Kanzleramt verhält, wie ein Redner der CSU in einem bayerischen Festzelt. Einen Mann, der Politik macht nach dem Motto: einfach mal einen raushauen und dann gucken wir, wie es läuft.«