SpOn 27.11.2025
15:07 Uhr

Frankreich: Stalker bricht bei Ex-Partnerin ein und versteckt sich unter ihrem Bett


Ein Mann hat seine Ex-Partnerin massiv bedrängt. Er ging so weit, dass er bei ihr Zuhause einbrach und sich mehrere Nächte dort versteckte. In Straßburg ist er jetzt verurteilt worden.

Frankreich: Stalker bricht bei Ex-Partnerin ein und versteckt sich unter ihrem Bett

Eine Trennung ist für eine Frau aus Frankreich zum Albtraum geworden: Ihr ehemaliger Partner drang in ihre Wohnung in Hagenau unweit der deutschen Grenze bei Baden-Baden ein und spionierte sie über mehrere Nächte aus. Wie die französische Zeitung »Les Dernières Nouvelles d’Alsace«  berichtet, wurde die Frau mitten in der Nacht auf ein Schnarchen unter ihrem Bett aufmerksam. Dort hatte sich ihr Ex-Partner versteckt.

Durch ein kleines Kellerfenster drang er in ihr Haus ein, nutzte die Abwesenheit der Frau, um sich unter dem Bett zu verstecken. Wie die Zeitung schreibt, soll er auch ihr Handy durchsucht und Nachrichten an ihre männlichen Kontakte geschickt haben.

Ein Gericht in Straßburg verurteilte den Mann wenige Tage später in einem beschleunigten Verfahren zu einem Jahr Haft auf Bewährung mit strengen Auflagen. Er muss dem Bericht zufolge bei einem Freund wohnen und darf weder Kontakt zum Opfer aufnehmen, noch sich ihrem Haus nähern. Zudem soll er ihr 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Abschiedsbriefe und Drohungen

Seit der Trennung im vergangenen April drangsalierte der Mann die Klägerin. Nachdem sie die Untreue ihres Partners entdeckt hatte, beschloss sie, sich von ihm zu distanzieren. Doch der Beklagte bedrängte sie, drohte mit Selbstmord, um sie zurückzugewinnen. Wochenlang schickte er ihr Abschiedsbriefe und hetzte die gemeinsamen Kinder gegen die Frau auf.

Am 5. Oktober erstattete die Frau dann Anzeige wegen Belästigung und reichte die Scheidung ein. Wenig später erhielt der Mann ein formelles Kontaktverbot zu seiner Ex-Frau bis zum Prozessbeginn am 23. März. Wie die Zeitung schreibt, hörte der Mann nach dem Annäherungsverbot nicht auf, wieder erstattete die Frau Anzeige. Nach der weiteren Eskalation landete der Fall vor dem Strafgerichtshof in Straßburg.

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Die Anwältin des Täters betonte vor Gericht eine Depression und sprach von einem Hilferuf ihres Mandanten. Marion Mandereau, die Anwältin des Opfers, entgegnete: »Er ist derjenige, der das alles verursacht hat.« Sie sagte: »Ich mache mir Sorgen um meine Mandantin. Sie fühlt sich nicht mehr sicher«, sagte sie demnach. »Jetzt schläft sie mit Licht und eingeschaltetem Fernseher ein.«

esk