SpOn 28.01.2026
13:02 Uhr

Frankfurt und Berlin: BKA durchsucht Deutsche Bank


Das Bundeskriminalamt hat die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main durchsucht. Es geht um mutmaßliche Geldwäsche. Eine Rolle soll auch der russische Oligarch Roman Abramowitsch spielen.

Frankfurt und Berlin: BKA durchsucht Deutsche Bank

Der Deutschen Bank droht ein neuer Finanzskandal. Beamtinnen und Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) durchsuchen seit Mittwochmorgen im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Zentrale der Bank in Frankfurt am Main sowie einen Standort des Geldhauses in Berlin.

Nach SPIEGEL-Informationen betraten um kurz nach 10 Uhr etwa 30 Ermittler in Zivil den Sitz der Bank in der Frankfurter City.

Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main auf Anfrage mitteilte, führt die Behörde »gegen bislang unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank« ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche. Demnach soll das Geldhaus in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten haben, die verdächtigt werden, »zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein«.

Zu weiteren Hintergründen könne man derzeit keine Angaben machen, so die Staatsanwaltschaft.

Laut mit dem Vorgang vertrauten Quellen gilt der Vorgang als brisant. Nach SPIEGEL-Informationen steht die Razzia in Zusammenhang mit Unternehmen, die Ermittler dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch zuordnen. Er steht seit Frühjahr 2022 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union.

Abramowitschs Anwalt teilte mit: »Unserem Mandanten sind keine Ermittlungen deutscher Behörden in dieser Angelegenheit bekannt.« Abramowitsch habe »stets im Einklang mit den geltenden nationalen und internationalen Gesetzen und Vorschriften gehandelt«. Jede gegenteilige Behauptung sei »falsch sowie rufschädigend«.

Die Deutsche Bank bestätigte auf Anfrage, dass in ihren Geschäftsräumen »derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt« werde. Die Bank arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen. Zu weiteren Details werde man sich nicht äußern.