In Frankfurt am Main hat die Polizei drei Männer festgenommen, die als »falsche Polizisten« agiert haben sollen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte, sollen die Verdächtigen aus dem Kreis Offenbach gemeinsam mit anderen, bislang unbekannten Beschuldigten vorgetäuscht haben, Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter zu sein.
Auf diese Weise sollen sie Geld und Wertgegenstände erbeutet haben. Die drei Männer wurden am vergangenen Freitag einem Haftrichter vorgeführt und sitzen nun in Untersuchungshaft.
Schmuck im Wert von 10.000 Euro
Mitte November sollen bislang Unbekannte ein Opfer in Nürnberg angerufen und sich als Bankmitarbeiter, Polizisten und Oberstaatsanwälte ausgegeben haben. »Unter dieser Tarnung spielten sie dem Opfer vor, es sei zu unrechtmäßigen Abhebungen von dessen Konto gekommen«, hieß es vonseiten der Polizei.
Sie erklärten dem Opfer demnach, dass seine Wertgegenstände und sein Geld nicht mehr sicher seien und zum Schutz an Zivilpolizisten abgegeben werden müssten. Später seien die drei Beschuldigten zur Wohnung des Opfers gekommen. Einer von ihnen gab sich als Polizeibeamter aus. Er nahm Gold- und Diamantschmuck im Wert von mindestens 10.000 Euro sowie eine Bankkarte entgegen. Mit dieser Karte räumten die Täter später etwa 2000 Euro von dem Konto des Opfers ab.
Beschuldigte am Tatort festgenommen
In einem zweiten Fall, der sich wenige Tage später ereignete, gaben sich Personen in Frankfurt am Main als Polizeibeamte aus. Sie teilten ihrem Opfer mit, dass es in der Nachbarschaft zu einer Einbruchsserie gekommen sei. Auch hier sollte das Opfer Wertgegenstände und Bargeld an die vermeintlichen Polizeibeamten übergeben, um sie vor den Einbrechern zu schützen.
Bei der vereinbarten Geldübergabe soll sich einer der drei Beschuldigten gegenüber dem Opfer als Polizist ausgegeben und angeboten haben, das Geld sicher zu verwahren. Die beiden anderen Männer sollen laut Polizeiangaben in der Nähe gewartet haben. Alle drei Beschuldigten wurden noch am Tatort festgenommen.
