Das Frankfurter Landgericht hat einen Serienvergewaltiger zu 14 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der 44-jährige chinesische Staatsangehörige hatte Frauen betäubt und dann vergewaltigt. Das Gericht sprach ihn unter anderem wegen mehrfachen versuchten Mordes, besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung schuldig. Es ordnete Sicherheitsverwahrung an, da der Mann für die Allgemeinheit gefährlich sei. An die Opfer muss der Verurteilte Beträge in jeweils fünfstelliger Höhe zahlen.
Mehr als drei Jahre lang verübte der Mann im Rhein-Main-Gebiet sowie in Nürnberg, Göttingen und Mannheim seine Taten. Mehrere der Frauen brachte er durch die hohe Dosierung der Betäubungsmittel in Lebensgefahr. Ihren Tod nahm er laut Urteil billigend in Kauf.
Frauen tief narkotisiert
Der Mann filmte die Taten und teilte die Aufnahmen, versehen mit prahlerischen Bemerkungen, in einer Chatgruppe. Dort tauschte sich der Mann nach den Erkenntnissen der Ermittler jahrelang mit anderen über sexuelle Übergriffe an bewusstlosen Frauen aus. Dabei ging es unter anderem um Anleitungen zur Betäubung der Opfer oder Ratschläge zur Beschaffung der Betäubungsmittel.
Die Serie begann dem Urteil zufolge im Jahr 2021. Einige der Opfer stammten aus dem Freundes- und Bekanntenkreis des Mannes. In einigen Fällen gab sich der Verurteilte bei Wohnungsbesichtigungen als Interessent aus. Zwei der betäubten Frauen konnten sich nicht mehr an die Taten erinnern und erfuhren erst durch die Ermittlungen, was ihnen angetan worden war. Der Mann war teilweise geständig und nicht vorbestraft.
Auch Dateien mit sexueller Gewalt an Kindern entdeckt
Die Empathielosigkeit des 44-Jährigen sei erschreckend, sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Kaum zu ertragen seien auch die bei ihm gefundenen Dateien mit sexueller Gewalt an Kindern. Mit dem Urteil blieb das Landgericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die auf eine Haftstrafe von 15 Jahren, die Feststellung der besonderen Schuld und Sicherungsverwahrung plädiert hatte. Die Rechtsanwälte des Mannes hatten keinen Antrag gestellt.
