Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat zum Saisonauftakt in Australien eine Enttäuschung erlebt. Der Niederländer schied mit seinem Red Bull nach einem Dreher schon in der ersten Qualifikationsrunde zum Grand Prix in Melbourne aus. »Der Wagen blockierte auf der Hinterachse«, funkte Verstappen, nachdem er sich ausgangs der Start-Ziel-Geraden in der ersten Kurve mit seinem Wagen völlig überraschend ins Kiesbett gedreht hatte. »Fantastisch«, schob er sarkastisch hinterher.
Verstappen muss nun ohne gezeitete Runde von Platz 20 am Sonntag (5.00 Uhr MEZ, TV: Sky) in den Grand Prix von Australien starten. Nach dem Unfall hatte er sich das Handgelenk gehalten, bei der anschließenden Untersuchung im Medical Center seien aber keine Brüche festgestellt worden, sagte Verstappen hinterher.
Max Verstappen is OUT of Qualifying, with no time set! 😳
— Formula 1 (@F1) March 7, 2026
This is the moment where the Red Bull driver spins into the wall at Turn 1 👇#F1 #AusGP pic.twitter.com/M2XKoapEMl
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Mercedes untermauerte hingegen mit George Russell seinen Favoritenstatus, der Brite sicherte sich überlegen die Poleposition. Teamkollege Kimi Antonelli komplettiert die erste Startreihe – die Konkurrenz folgte erst im Abstand von acht Zehntelsekunden auf Russell.
Dritter wurde Isack Hadjar im Red Bull vor Charles Leclerc im Ferrari und den beiden McLaren: Oscar Piastri landete noch vor Weltmeister Lando Norris. Lewis Hamilton wurde im anderen Ferrari Siebter.
Audi legte indes ein beachtliches erstes Formel-1-Qualifying seiner Geschichte hin. Nico Hülkenberg fuhr auf Rang elf und verpasste den dritten Durchgang um nur acht Hundertstelsekunden, Teamkollege Gabriel Bortoleto schnappte ihm dort den letzten Platz weg und wurde Zehnter. Erklärtes Ziel für Audi ist es, im ersten Jahr regelmäßig in die Punkteränge zu fahren.
Der Red Bull musste abgeschleppt werden
Foto: Mark Peterson / REUTERSNorris und Verstappen schimpfen über die neuen Autos
Nach dem Qualifying hielten sich Norris und Verstappen nicht mit Kritik an den neuen Boliden zurück. »Wir sind von den besten Autos in der Geschichte zu den vielleicht schlechtesten gekommen, was die Fahrbarkeit angeht«, sagte Norris. »Ich könnte stundenlang darüber sprechen«, sagte der McLaren-Pilot, »jeder weiß, wo die Probleme liegen: Es ist die 50/50-Aufteilung, die funktioniert einfach nicht.«
Auch Verstappen wiederholte seine Kritik, die er schon während der Testfahrten geäußert hatte. »Ich habe definitiv überhaupt keinen Spaß mit diesen Autos«, sagte er, die Formel für die Power Unit sei »einfach nicht korrekt. Das ist schwierig zu ändern, aber irgendwie müssen wir es tun.«
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Die Formel 1 hat sich zur neuen Saison ein grundlegend neues Reglement verordnet, die Power Unit bezieht nun fast die Hälfte ihrer Leistung aus einem Elektromotor. Die massiv erhöhte elektrische Leistung (von vormals 20 Prozent) bringt jedoch Herausforderungen mit sich: Die Batterie muss zuverlässig geladen werden.
Dadurch wird die Rennserie wohl weniger von dauerhaftem Vollgas geprägt, sondern von präzisem Energiemanagement: Wann rekuperiert wird, wann die elektrische Leistung voll abgerufen wird und wie lange (Detail zum neuen Reglement lesen Sie hier ).
Verstappen gehörte zu den lautesten Kritikern der neuen Antriebe, unterstrich zuletzt aber dennoch seine Ambitionen für diese Saison.
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