SpOn 26.02.2026
15:42 Uhr

Ford ruft Millionen Autos in den USA zurück


Erst ein Milliardenverlust, jetzt Probleme mit der Software: Ford steckt in der Krise. Nun muss der Hersteller mehr als vier Millionen SUVs und Pick-ups zurückrufen, ihnen drohen Probleme mit den Bremsen.

Ford ruft Millionen Autos in den USA zurück

Gestiegene Kosten, hohe Abschreibungen und dadurch ein Milliardenverlust: Der US-Autobauer Ford hat mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Und nun kommt noch eins dazu: Ford ruft in den USA 4,3 Millionen SUVs und Pick-ups wegen eines Softwareproblems zurück. Der Defekt könnte dazu führen, dass die Bremsen bei Anhängern nicht richtig funktionieren und die Außenbeleuchtung ausfällt.

Ford gab bekannt, dass der Rückruf folgende Modelle in den USA betrifft:

  • F-150 der Baujahre 2021 bis 2026,

  • F-250 SD der Baujahre 2022 bis 2026,

  • Lincoln Navigator,

  • Expedition,

  • Maverick

  • sowie einige Ranger- und E-Transit-Fahrzeuge.

Ein Ford F-150

Ein Ford F-150

Foto: Brendan McDermid / REUTERS

Laut Ford besteht das Risiko, wenn man mit den Fahrzeugen einen Anhänger zieht. Dann könne womöglich ein Anhängermodul die Kommunikation mit dem Fahrzeug verlieren, das wiederum könne möglicherweise zu einem Ausfall der Brems- und Blinkerleuchten oder zu einem Ausfall der Bremsfunktion beim Anhänger führen. Bei den betroffenen Fahrzeugen leuchte womöglich eine Warnmeldung auf, die auf einen »Fehler im Anhängerbremsmodul« hinweist.

Ford plane, die Fahrzeugsoftware zu aktualisieren, um das Problem zu beheben, heißt es. Alternativ könnten die Fahrzeuge bei Händlern kostenlos repariert werden.

Unter allen Autobauern in den USA zählte Ford 2025 laut »Bloomberg«  die meisten Rückrufe. Der erneute Rückruf von Millionen von Fahrzeugen fällt in eine Zeit, in der Ford eigentlich um eine höhere Qualität bemüht ist.

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ptz/Reuters