SpOn 02.10.2026
11:10 Uhr

Flydubai-Vorfall: Donald Trump vermutet Beteiligung von Iran und droht mit harten Konsequenzen


Die USA haben gerade offenbar einen dritten Flugzeugträger nach Nahost geschickt, da spricht Donald Trump über den dramatischen Vorfall auf Flug FZ1073 nach Tel Aviv. Und macht Iran andeutungsweise schwere Vorwürfe.

Flydubai-Vorfall: Donald Trump vermutet Beteiligung von Iran und droht mit harten Konsequenzen

US-Präsident Donald Trump hat Iran für den Fall einer Verwicklung in den mutmaßlichen Anschlag auf eine Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren an Bord schwerwiegende Konsequenzen angedroht. »Sie werden sehr hart getroffen werden, keine Sorge«, antwortete Trump am Donnerstag auf die Frage einer Journalistin zu möglichen US-Vergeltungsmaßnahmen gegen Teheran. Einem Bericht zufolge bauen die USA unterdessen ihre Militärpräsenz in der Golfregion weiter aus.

Befragt dazu, ob Iran etwas mit dem mutmaßlichen Anschlag auf die Passagiermaschine zu tun habe, sagte Trump: »Ich würde sagen, die Antwort lautet, nach dem, was ich höre, Ja. Aber wir arbeiten gerade daran.«

Das Linienflugzeug von Flydubai war am Mittwoch nach Einschätzung der israelischen Regierung knapp einem Terroranschlag entgangen. Die Maschine war auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als sie massiv an Höhe verlor. Laut der Website Flightradar24 sackte das Flugzeug innerhalb einer Minute etwa 5000 Meter ab. Die meisten der 174 Passagiere an Bord waren Israelis.

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Nach Angaben des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanyahu hatte der Co-Pilot den Piloten niedergestochen und versucht, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Augenzeugen zufolge drangen mehrere Passagiere aus den vorderen Sitzreihen in das Cockpit ein und überwältigten den Co-Piloten.

Der indische Flugkapitän Smit Machchhar schilderte am Freitag die dramatischen Minuten im Cockpit, nachdem er angegriffen worden war. »Ich habe versucht, mein eigenes Leben zu retten, aber ich wusste, dass ich all diese Menschen nicht sterben lassen konnte«, sagte Machchhar in einem Telefonat mit Indiens Regierungschef Narendra Modi.

Als er verletzt auf dem Boden im Cockpit gelegen habe, habe er realisiert, dass das Flugzeug im Sinkflug sei. Er habe dann mit letzter Kraft versucht, die Cockpittür zu erreichen. »Ich wurde selbst dann noch geschlagen, aber ich öffnete einfach die Tür, und alle kamen herein.«

Netanyahu sagte dem US-Sender Fox News, der aus Oman stammende Co-Pilot habe eine »radikale islamistische Indoktrination« durchlaufen. Näher äußerte sich der israelische Regierungschef nicht dazu.

Der indische Pilot war laut Medienberichten nach der Notlandung in Saudi-Arabien in ein Krankenhaus in die Emirate verlegt worden. Er befinde sich auf dem Weg der Besserung, erklärte der indische Botschafter in Dubai am Donnerstag.

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Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) leiteten Ermittlungen zur Prüfung einer möglichen Terrortat ein. Saudi-Arabien teilte mit, der Co-Pilot sei am Donnerstag in Begleitung eines »Sicherheitsteams aus den VAE« in die Emirate gebracht worden. Die Regierung in Riad fügte hinzu, erste Ermittlungen hätten ergeben, dass der Co-Pilot den Kapitän des Flugzeugs angegriffen habe.

Flydubai stellte nach dem Vorfall an Bord von Flug FZ 1073 seine Flüge nach Israel vorerst ein. Die israelische Fluggesellschaft El Al musste ihre für Freitag geplanten Sonderflüge für die in Dubai gestrandeten Urlauber absagen. Die Behörden der Emirate hätten keine Landeerlaubnis für die beiden Flüge erteilt, erklärte El Al. Sobald die Genehmigung vorliege, würden die Maschinen Richtung Dubai starten. Für die regulären Flüge nach Tel Aviv seien die Tickets für kommende Woche bereits ausverkauft.

Das US-Nachrichtenportal »Axios« berichtete derweil, dass die USA kürzlich zusätzliche Patriot-Raketenbestände nach Saudi-Arabien und Katar entsandt hätten, um wichtige Energieanlagen vor möglichen iranischen Angriffen zu schützen. Seit Beginn des Irankriegs vor rund sieben Monaten fliegt Iran immer wieder Luftangriffe auf Ziele in mit den USA verbündeten Staaten der Region.

»Axios« berichtete zudem, dass der Flugzeugträger USS »Theodore Roosevelt« und seine Besatzung auf dem Weg in die Region seien, wo sie sich zwei weiteren bereits vor Ort befindlichen US-Flugzeugträger-Kampfverbänden anschließen könnten.

dop/AFP