Politische Worte beim Bayerischen Filmpreis: Schauspieler Florian David Fitz, 51, wurde mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ausgezeichnet und nutzte die Bühne für einen Dank an alle, die »rausgehen und Demokratie und Politik wirklich noch machen«.
Er selbst sei »faul« und ein »Konsument von Politik«, sagte Fitz. »Und ich denke, ich zahle meine Steuern, und dafür kaufe ich dann gute Politik. Und das ist natürlich nicht so.«
Seinen Dank richtete er an die Kommunalpolitik – er sprach von Leuten, die sich »in die Fußgängerzone stellen und einregnen lassen« –, aber auch an höhere Ebenen. Er sprach von der herausfordernden Arbeit in den Parlamenten.
Er dankte zudem den Politikern und Politikerinnen, die versuchen, »diesen schwerfälligen demokratischen Tanker, in dem wir uns alle befinden, zu navigieren in einer sehr, sehr, sehr unsicheren und unübersichtlichen Welt, während wir da draußen Player haben, die sehr viel schneller und sehr viel radikaler entscheiden können, weil sie sich nicht mehr an demokratische Werte gebunden fühlen«. Den Filmpreis erwähnte der Schauspieler in seiner Dankesrede deutlich knapper.
Schon vor der Preisverleihung hatte Fitz erzählt, wie überrascht er über den Preis gewesen sei, berichtet unter anderem der BR . »Erst hab’ ich gedacht, ich hab’ mein Parkticket nicht bezahlt oder irgendein Scheiß ist passiert, weil da das bayerische Wappen drauf war. Hä, bin ich jetzt schon so alt?, war mein zweiter Gedanke und mein dritter: Ich hab’ ja noch nie die CSU gewählt. Nicht, dass der Markus das einfach nicht weiß.«
Mit Filmen wie »Vincent will Meer«, »Willkommen bei den Hartmanns«, »Oskars Kleid« und »Der Vorname« bereichere und präge Fitz die deutsche Filmkultur, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über den Preisträger gesagt. Der Politiker nahm allerdings nicht selbst an der Verleihung teil. Er geht nach einer Hüft-OP gerade an Krücken.
