Das kommende Jahr wird etwas arbeitsreicher – zumindest gemessen an der Zahl der Arbeitstage: 2026 hat im Schnitt bundesweit 250,5 Arbeitstage und somit 2,4 Tage mehr als das laufende Jahr. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts hervor . Grund dafür sind Feiertage, die 2026 auf das Wochenende fallen. Das gilt für den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober und den zweiten Weihnachtsfeiertag am 26. Dezember.
Während diese beiden Tage in allen Bundesländern Feiertag sind, gibt es von Bundesland zu Bundesland mal mehr, mal weniger Tage, die per Gesetz freigestellt sind. Darum ergeben sich für den bundesweiten Durchschnitt für die Zahl der Arbeitstage Werte mit einer Nachkommastelle.
Im ablaufenden Jahr 2025 gab es durchschnittlich 248,1 Arbeitstage, was der niedrigste Wert seit 2019 war. Den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung verzeichnete das Bundesamt 2004 mit durchschnittlich 252,8 Tagen. Die wenigsten Arbeitstage hatte 1991 mit 246,9 Tagen. 1995 wurde in allen Bundesländern außer Sachsen der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft – das habe insgesamt zu einem Anstieg der Arbeitstage geführt, erklärte das Bundesamt.
Wie sehr hilft das der Wirtschaft?
Die Wirtschaft dürfte von den zusätzlichen Arbeitstagen profitieren. Eine Faustregel besagt, dass ein zusätzlicher Arbeitstag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 0,1 Prozent steigern kann. Darum wird immer wieder darüber diskutiert, ob man nicht grundsätzlich einen Feiertag abschaffen sollte.
So hatte Bundeskanzler Friedrich Merz gefordert, dass die Deutschen wieder »mehr arbeiten« müssen. Im SPIEGEL plädierte Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, für die Streichung von zwei Feiertagen .
Allerdings weist das Bundesamt darauf hin, dass je nach Lage des zusätzlichen Arbeitstages im Jahr der tatsächliche konjunkturelle Effekt sehr unterschiedlich ausfallen kann: »Zwischen Heiligabend und Neujahr ruht die wirtschaftliche Tätigkeit in vielen Branchen ohnehin weitgehend. Ein zusätzlicher Arbeitstag hat dann weniger Einfluss auf das BIP, als wenn der 1. Mai oder der 3. Oktober auf ein Wochenende fallen.«
Welchen Einfluss ein wegfallender Feiertag auf die Wirtschaft hätte – und welche Alternativen es gibt – lesen Sie hier .
