SpOn 21.11.2025
10:59 Uhr

Fatima Bosch aus Mexiko ist die neue Miss Universe


Der Organisator hatte sie öffentlich kritisiert – trotzdem oder gerade deswegen hat Fatima Bosch den Titel der Miss Universe gewonnen. Es ist bereits der vierte Sieg für eine Mexikanerin.

Fatima Bosch aus Mexiko ist die neue Miss Universe

Die amtierende Miss Mexiko, Fatima Bosch, ist in der thailändischen Hauptstadt Bangkok zur neuen Miss Universe gekürt worden. Die 25-Jährige kommt Medienberichten zufolge aus dem südmexikanischen Bundesstaat Tabasco und studierte unter anderem in Mexiko und Mailand Modedesign. Auf dem zweiten Platz landete Praveenar Singh aus Thailand, Dritte wurde die Venezolanerin Stephany Abasali.

Um die Siegerin des Wettbewerbs war zuvor ein Skandal entbrannt: Der thailändische Organisator und Geschäftsmann Nawat Itsaragrisil wies Bosch bei einem Vorbereitungsevent vor zwei Wochen vor versammelter Runde scharf zurecht. Er warf ihr vor, einen Termin versäumt und sich unprofessionell verhalten zu haben. Als sie sich verteidigen wollte, forderte er sie mehrfach auf, ruhig zu sein.

Bosch protestierte, Nawat rief die Sicherheitskräfte. Mehrere Teilnehmerinnen verließen anschließend aus Protest den Saal. Daraufhin drohte Nawat den Frauen öffentlich, sie zu disqualifizieren. Bosch bezeichnete Nawat in den sozialen Medien als »respektlos« und schrieb: »Niemand hat das Recht, uns zum Schweigen zu bringen.«

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Der Fall schaffte es bis in die Politik. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum lobte Bosch als »Vorbild dafür, wie wir Frauen uns angesichts von Aggressionen zu Wort melden sollten«. Der Veranstalter des Wettbewerbs, die Miss Universe Organization, nannte Nawats Verhalten »böswillig«.

Nawat selbst meldete sich nach der Entscheidung in den sozialen Medien zu Wort. In seiner Instagram-Story  schrieb er: »Eine Milliarde Worte, die nicht gesagt werden können.« Menschen könnten sich »ihre eigene Meinung bilden«, sagte er gegenüber Reportern.

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Auch in der Jury hatte der Umgang mit Bosch offenbar für Aufruhr gesorgt. Zwei Juroren aus Frankreich und dem Libanon traten kurz vor dem Finale zurück, weil die Entscheidung ihrer Ansicht nach manipuliert wurde und die Siegerin bereits feststand. Auch einige Fans vermuteten online, Bosch habe nur gewonnen, um den Zwischenfall wiedergutzumachen und den ohnehin umstrittenen Wettbewerb in ein gutes Licht zu rücken.

esw/dpa