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Christoph Giesen
Korrespondent in London
Blitzanalyse: Eine neue Dimension des Skandals
Als sich gegen 10 Uhr Ortszeit die Meldungen in London verbreiteten, dass der Bruder des Königs festgenommen worden ist, herrschte in Westminster vor allem eines: gespannte Verwunderung. Ein Ereignis dieser Symbolkraft kann sich kaum jemand erinnern. Nicht nur wegen der Person, sondern wegen der Bilder: Polizeifahrzeuge auf einem königlichen Anwesen. Wann hat es das schon einmal gegeben?
Seit das amerikanische Justizministerium vor knapp drei Wochen Millionen Dokumente zum Fall des verurteilten amerikanischen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht hat, ist in Großbritannien die Unruhe groß. Zunächst erfasste die Affäre die Regierung und brachte Premierminister Keir Starmer beinahe zu Fall. Die Akten legen nahe, dass Peter Mandelson, der von Starmer ernannte Botschafter in Washington, über Jahre in engem Austausch mit Epstein stand. Demnach leitete Mandelson Einschätzungen zur Euro-Krise weiter, ebenso interne Briefings; zudem soll er finanzielle Zuwendungen erhalten haben. Mandelson weist die Vorwürfe zurück. Die Polizei ermittelt.
Die Festnahme Andrew Mountbatten-Windsors, wie der inzwischen titellose Ex-Prinz offiziell heißt, verschiebt die Dimension erneut. Nach der Regierung steht nun die Krone im Fokus. Der Epstein-Komplex droht zu einer systemischen Krise zu werden, die nacheinander die tragenden Institutionen des Vereinigten Königreichs erfasst – und damit das Vertrauen in Politik und Monarchie zugleich untergräbt.
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Patricia Alexandra Dreyer
Newsdesk

Andrew und Epstein – das Schaf und der Wolf, Teil 2
Was Andrew zur idealen Marionette für Epstein und Maxwell machte, war - und hier sind wir bei der Schlüsselfrage nach der heutigen Relevanz von Monarchie - seine Nutzlosigkeit. Er war das dritte Kind von Queen Elizabeth II. und Prinz Philip (ihr wurde zeitlebens eine besondere Schwäche für ihren zweitgeborenen Sohn nachgesagt). Andrew glänzte allerdings weder akademisch noch auf anderem Gebiet. Einzige Ausnahme: seine Teilnahme am dreimonatigen Falkland-Krieg 1982 zwischen Großbritannien und Argentinien, als Marineoffizier und Helikopter-Pilot. Dieser Kriegseinsatz scheint Andrew für den Rest seines Lebens ein falsches Selbstbild beschert zu haben: Der edle Held, der sein Leben für sein Land riskiert und dann siegreich heimkehrt.
Kurzer Momnent der Glorie: Andrew bei der Heimkehr aus dem Falkland-Krieg 1982.
. Foto: Bridgeman Images / IMAGO
Doch fortan gelang Andrew nichts mehr. Die Klatschpresse sezierte seine Liebesaffären ("Randy Andy"), die Ehe mit Sarah Ferguson scheiterte. Die Royals suchten eine Beschäftigung für Andrew, und so schuf man für ihn die Rolle eines "Wirtschaftsbotschafters" für Großbritiannen, eine Aufgabe, für die Andrew weden fachlich noch moralisch taugte, wie allen Beteiligten wohl von Anfang an klar gewesen sein dürfte und was heute offenbar ist .
In dem berüchtigen TV-Interview, das Andrew 2019 der BBC-Journalistin Emily Maitlis gab und das eigentlich sein Befreiungsschlag im Epstein-Skandal sein sollte, wird sehr deutlich, wie bizarr Andrews Fehleinschätzung des eigenen Charakters ist. Auf die Frage, warum er Epstein 2010 in New York besucht habe (nach dessen Entlassung aus dem Gefängnis wegen sexueller Vergehen) antwortete er: Er habe "Führung" zeigen wollen und, weil er selbst so ehrenhaft sei, die Beziehung zu Epstein persönlich beenden wollen. Was ein Lüge war, wie wir heute wissen.
In dem berüchtigen TV-Interview, das Andrew 2019 der BBC-Journalistin Emily Maitlis gab und das eigentlich sein Befreiungsschlag im Epstein-Skandal sein sollte, wird sehr deutlich, wie bizarr Andrews Fehleinschätzung des eigenen Charakters ist. Auf die Frage, warum er Epstein 2010 in New York besucht habe (nach dessen Entlassung aus dem Gefängnis wegen sexueller Vergehen) antwortete er: Er habe "Führung" zeigen wollen und, weil er selbst so ehrenhaft sei, die Beziehung zu Epstein persönlich beenden wollen. Was ein Lüge war, wie wir heute wissen.
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Die Festnahme Andrews erfolgte wenige Tage nachdem der britische Palast bekannt gegeben hatte, dass König Charles die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen Andrew unterstützen werde. »Die konkreten Vorwürfe sind von Herrn Mountbatten-Windsor zu klären«, sagte ein Sprecher des Palastes vor etwas mehr als einer Woche. »Sollte sich die Thames Valley Police an uns wenden, stehen wir bereit, sie zu unterstützen, wie es sich gehört.« Weiter in der Mitteilung heißt es, dass der König seine tiefe Besorgnis über die Vorwürfe gegen seinen Bruder bereits deutlich gemacht habe. Die Gedanken und Sympathien des Königspaars seien stets bei den Opfern jeglichen Missbrauchs. Hier lesen Sie mehr dazu.
Andrew Mountbatten-Windsor . Foto: Will Oliver / EPA
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Wie der Prinz zum Ex-Prinz wurde
Charles und Andrew haben eine wechselvolle Beziehung. Der eine ist inzwischen König, dem anderen wurden seine Titel aberkannt. Ein Rückblick in Bildern.
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Alexander Smoltczyk
Autor

Seit dem späten Mittelalter ist es nur sehr selten vorgekommen, dass der Bruder eines amtierenden Monarchen festgenommen wurde. Der einzige Fall aus der jüngeren Geschichte ist die Verhaftung von Prinz Ahmed bin Abdulaziz Al Saud, dem jüngeren Bruder von König Salman von Saudi-Arabien, am 7. März 2020. Der Prinz habe einen Staatsstreich geplant, so die Behauptung von Kronprinz Mohammed bin Salman, der sich damit die Macht im Königreich endgültig sicherte.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Guiffres Geschwister zur Festnahme: »Unsere gebrochenen Herzen sind getröstet«
Die Angehörigen von Virginia Roberts Giuffre haben sich zu der Festnahme geäußert. »Endlich, heute, wurden unsere gebrochenen Herzen durch die Nachricht getröstet, dass niemand über dem Gesetz steht, nicht einmal die Königsfamilie«, lassen sich Giuffres Geschwister in einer Erklärung zitieren, die CBS News und der »Guardian« veröffentlichten.
»Im Namen unserer Schwester Virginia Roberts Giuffre möchten wir der Thames Valley Police in Großbritannien für ihre Ermittlungen und die Verhaftung von Andrew Mountbatten-Windsor unseren Dank aussprechen. Er war nie ein Prinz. Für alle Überlebenden überall: Virginia hat dies für euch getan.«
»Im Namen unserer Schwester Virginia Roberts Giuffre möchten wir der Thames Valley Police in Großbritannien für ihre Ermittlungen und die Verhaftung von Andrew Mountbatten-Windsor unseren Dank aussprechen. Er war nie ein Prinz. Für alle Überlebenden überall: Virginia hat dies für euch getan.«
Foto: Emily Michot / ZUMA Press / picture alliance
Andrews prominenteste Anklägerin
König Charles hatte seinem Bruder im Oktober vergangenen Jahres den Prinzentitel entzogen. Er ist seitdem nur noch Andrew Mountbatten-Windsor. Die Aufdeckung der Vorwürfe ist größtenteils das Verdienst einer Amerikanerin. Virginia Roberts Giuffre hat mit ihrem posthum erschienenen Buch »Nobody’s Girl« geschafft, was sonst wohl wieder und wieder unter den Teppich gekehrt worden wäre. Sie hat die Vorwürfe gegen Andrew Mountbatten-Windsor so laut und oft wiederholt, dass sie nicht mehr zu ignorieren waren.
Dieses undatierte, vom US-Justizministerium zur Verfügung gestellte Foto zeigt den damaligen Prinz Andrew, Virginia Giuffre und die Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell. . Foto: US Department Of Justice / dpa
Detailliert schildert sie in mehreren Kapiteln, wie sie dem ehemaligen Prinz dreimal zugeführt worden sein soll. In London, in Paris und auf Epsteins Privatinsel in der Karibik. Giuffre schreibt, »Andy« habe sich benommen, als wäre es sein »Geburtsrecht« mit ihr, einem 17-jährigen Mädchen, zu schlafen. Giuffre wurde nur 41 Jahre alt, sie nahm sich 2025 das Leben. Mehr über sie und ihre Memoiren lesen Sie hier.
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Patricia Alexandra Dreyer
Chefin vom Dienst

Analyse: Andrew und Epstein - das Schaf und der Wolf
Andrew ist seit Jahren eine Schlüsselfigur im Epstein-Netzwerk. Seine tiefe Verstrickung zeigt exemplarisch, wie Epstein und seine Komplizin Ghislaine Maxwell in Europa vorgegangen sind: Sie knüpften Beziehungen zur Hautevolee, um so Einfluss zu nehmen auf politische Player - und profitierten dann letztlich von geschäftlichen Deals, die im besten Fall zu Stande kamen. Der Kontakt zu Andrew war schnell geknüpft, Maxwell und der Royal kannten sich seit ihrer Jugend. Was es dem Paar besonders leicht machte: Die Geldnot von Andrew und seiner Frau Sarah "Fergie" Ferguson war ein offenes Geheimnis - und Epstein zeigte sich stets großzügig. Was Andrew in den letzten Jahren öffentlich immer wieder nachdrücklich demonstriert hat: Er neigt weder zur kritischen Selbsthinterfragung noch zu Vor- oder Weitsicht. Die Aufmerksamkeit von Maxwell und Epstein schmeichelte ihm offenbar, dürfte ihm ein Gefühl von Relevanz verliehen haben.
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Starmer: »Niemand steht über dem Gesetz«
Kurz bevor die Festnahme Andrews bekannt wurde, hat sich Großbritanniens Premier, Keir Starmer, im britischen Frühstücksfernsehen über den ehemaligen Prinzen geäußert. Angesprochen auf den 66-Jährigen sagte Starmer »BBC Breakfast«: »Eines der wichtigsten Kernprinzipien unseres Systems ist es, dass niemand über dem Gesetz steht.« Das sei nicht nur sehr wichtig, sondern »müsse in diesem Fall genauso gelten wie in jedem anderen Fall auch.«
Keir Starmer am 18. Februar 2026. Foto: Matthew Horwood / AFP
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Ex-Prinz Andrew droht lebenslange Haft
Amtsmissbrauch gilt im britischen Recht als eines der schwersten Vergehen. Die Straftat betrifft den schwerwiegenden vorsätzlichen Missbrauch oder die schwerwiegende vorsätzliche Vernachlässigung der Befugnisse oder Pflichten des ausgeübten öffentlichen Amtes, schreibt die Strafverfolgungsbehörde CPS.
Bei einer Verurteilung könnte Andrew Mountbatten-Windsor eine Höchststrafe von lebenslanger Haft drohen. Er hat jegliches Fehlverhalten stets bestritten.
Bei einer Verurteilung könnte Andrew Mountbatten-Windsor eine Höchststrafe von lebenslanger Haft drohen. Er hat jegliches Fehlverhalten stets bestritten.
Foto: Doug Seeburg / News Licensing / IMAGO
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Alexander Smoltczyk
Autor

Festnahmen von Königsbrüdern enden in der Regel unangenehm und ganz besonders in England. Wir erinnern uns an George Plantagenet, den 1. Duke of Clarence. Er wurde – ebenfalls in einem Februar – wegen Hochverrat geächtet und all seiner Titel und Besitztümer beraubt. Sein Bruder erlaubte ihm gönnerhaft, sich die Art der Hinrichtung selbst auszusuchen. Plantagenet entschied sich gegen das Rädern, Enthaupten oder den Scheiterhaufen und wurde 1478 in einem Fass Malvasierwein ertränkt.
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Auftrieb für Gegner der Monarchie
Großbritannien ohne das Königshaus – das ist quasi unvorstellbar. Doch die jüngsten Entwicklungen geben offenbar jenen Auftrieb, die sich für eine Abschaffung der Monarchie und eine Wahl des Staatsoberhauptes einsetzen. Die Organisation Republic nimmt für sich in Anspruch, entscheidend zu der Festnahme beigetragen zu haben. Man habe der Polizei eine Untersuchung nahegelegt, als andere nicht hätten handeln wollen, teilte die Organisation mit. Die Festnahme sei damit eine Reaktion auf die Anzeige von Organisation Republic. Man werde weiterhin Verfehlungen in diesem Zusammenhang nachgehen und der Polizei Informationen zur Verfügung stellen.
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Patricia Alexandra Dreyer
Chefin vom Dienst

Was gerade in Großbritannien passiert, hat wirklich gewaltige Dimensionen. Ein Bruder des Königs wird von der Polizei festgenommen und verhört – das gab es in der jüngeren britischen Geschichte nicht. Willkommen im 21. Jahrhundert, Familie Windsor.
Historische Festnahme
Diese Festnahme markiert einen historischen Moment: Andrew Mountbatten-Windsor ist der erste hochrangige Royal (beziehungsweise Ex-Royal), der in jüngerer Vergangenheit festgenommen worden sei, konstatiert der »Guardian«. »Jüngere Vergangenheit« ist dabei allerdings recht großzügig bemessen: Man müsse schon bis zu König Charles I. zurückgehen, der 1647 während des Bürgerkrieges festgenommen worden sei, schreibt die Zeitung. Er sei wegen Hochverrats angeklagt worden, weil er sich geweigert habe, Begrenzungen seiner königlichen Autorität hinzunehmen. Dies habe zu seiner Hinrichtung 1649 geführt.
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Wie lange kann Andrew festgehalten werden?
Laut der britischen BBC kann die Polizei den ehemaligen Prinzen bis zu 96 Stunden festhalten. Sie zitiert zudem einen ehemaligen hochrangigen Beamten der britischen Polizei, der angibt, dass der Fahndungsdruck in den vergangenen Wochen zugenommen habe. Durch Andrews Festnahme können die Beamten nun auf Computer, Daten, Fotos und weitere potenzielle Beweismittel zugreifen. Durchsucht werden neben Sandringham, dem Landsitz des Ex-Prinzen, offenbar Adressen in Berkshire und Norfolk.
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Überblick: Ex-Prinz Andrew wegen Verwicklung in Epstein-Skandal festgenommen
Der Epstein-Skandal erfasst die britische Königsfamilie mit voller Wucht: Die Polizei hat den früheren Prinzen Andrew an dessen 66. Geburtstag im Zusammenhang mit dessen Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen. Andrew wird vorgeworfen, in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an den 2019 gestorbenen Epstein weitergeleitet zu haben. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in dem Fall auf dem Laufenden.
Andrew 2025. Foto: Jordan Pettitt / AFP
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Historische Festnahme
Diese Festnahme markiert einen historischen Moment: Andrew Mountbatten-Windsor ist der erste hochrangige Royal (beziehungsweise Ex-Royal), der in jüngerer Vergangenheit festgenommen worden sei, konstatiert der »Guardian«. »Jüngere Vergangenheit« ist dabei allerdings recht großzügig bemessen: Man müsse schon bis zu König Charles I. zurückgehen, der 1647 während des Bürgerkrieges festgenommen worden sei, schreibt die Zeitung. Er sei wegen Hochverrats angeklagt worden, weil er sich geweigert habe, Begrenzungen seiner königlichen Autorität hinzunehmen. Dies habe zu seiner Hinrichtung 1649 geführt.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Der Ex-Prinz Andrew musste Anfang Februar aus seinem alten Wohnsitz in Windsor ausziehen und wohnt seitdem in Sandringham. Der Landsitz ist im privaten Besitz von Charles III. und liegt in der englischen Grafschaft Norfolk.
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Das Gut Sandingham ...
... liegt in der in der Grafschaft Norfolk im Osten Englands. Hier feiern die Windsors traditionell gemeinsam Weihnachten.
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In den sozialen Netzwerken trendet die Festnahme von Mountbatten-Windsor. Es regt sich auch Kritik am Wording der britischen Polizei:
- »Vorwürfe wegen Menschenhandel und sexuellen Missbrauchs gegen Prinz Andrew – keine Festnahme.
- Mutmaßliches Fehlverhalten im öffentlichen Amt? – Festnahme.
»Kein Wunder, dass Frauen der Polizei nicht vertrauen«, schreibt etwa die britische Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Charlotte Proudman auf der Plattform X.
Ella Knigge
Nachrichtenressort

Andrew soll Dokumente an Epstein weitergegeben haben
Andrew wird vorgeworfen, in seiner einstigen Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Epstein weitergegeben zu haben.
In den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten hatten britische Medien E-Mails entdeckt, die nahelegen, dass Andrew Berichte offizieller Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur an den Sexualstraftäter weiterleitete. Folgen könnten strafrechtliche Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Amtsgeheimnis und Amtsmissbrauch sein – was einen langen Schatten auf die Vertrauenswürdigkeit aller Royals im Land werfen könnte. Die polizeilichen Ermittlungen bedeuten nicht automatisch, dass er sich strafbar gemacht hat.
König Charles III. hatte angekündigt, die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen seinen jüngeren Bruder zu unterstützen.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Andrew soll Dokumente an Epstein weitergegeben haben
Andrew wird vorgeworfen, in seiner einstigen Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Epstein weitergegeben zu haben.
In den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten hatten britische Medien E-Mails entdeckt, die nahelegen, dass Andrew Berichte offizieller Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur an den Sexualstraftäter weiterleitete. Folgen könnten strafrechtliche Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Amtsgeheimnis und Amtsmissbrauch sein – was einen langen Schatten auf die Vertrauenswürdigkeit aller Royals im Land werfen könnte. Die polizeilichen Ermittlungen bedeuten nicht automatisch, dass er sich strafbar gemacht hat.
König Charles III. hatte angekündigt, die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen seinen jüngeren Bruder zu unterstützen.
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Andrews prominenteste Anklägerin
König Charles hatte seinem Bruder im Oktober vergangenen Jahres den Prinzentitel entzogen. Er ist seitdem nur noch Andrew Mountbatten-Windsor. Die Aufdeckung der Vorwürfe ist größtenteils das Verdienst einer Amerikanerin. Virginia Roberts Giuffre hat mit ihrem posthum erschienenen Buch »Nobody’s Girl« geschafft, was sonst wohl wieder und wieder unter den Teppich gekehrt worden wäre. Sie hat die Vorwürfe gegen Andrew Mountbatten-Windsor so laut und oft wiederholt, dass sie nicht mehr zu ignorieren waren.
Dieses undatierte, vom US-Justizministerium zur Verfügung gestellte Foto zeigt den damaligen Prinz Andrew, Virginia Giuffre und die Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell. . Foto: US Department Of Justice / dpa
Detailliert schildert sie in mehreren Kapiteln, wie sie dem ehemaligen Prinz dreimal zugeführt worden sein soll. In London, in Paris und auf Epsteins Privatinsel in der Karibik. Giuffre schreibt, »Andy« habe sich benommen, als wäre es sein »Geburtsrecht« mit ihr, einem 17-jährigen Mädchen, zu schlafen. Giuffre wurde nur 41 Jahre alt, sie nahm sich 2025 das Leben. Mehr über sie und ihre Memoiren lesen Sie hier.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Zugriff in Sandringham
Die Polizei von Thames Valley berichtete von der Festnahme eines Mannes »in seinen Sechzigern«. Zusätzlich zu der Festnahme auf dem Landsitz werden demnach Adressen in Berkshire und Norfolk durchsucht. Die Polizei hat den Namen des festgenommenen Mannes vorerst nicht bestätigt.
Britische Medien berichteten, dass mehrere Polizeiwagen am Morgen zum Landsitz Sandringham gefahren seien. Der britische Ex-Prinz Andrew war Anfang Februar aus der Residenz Royal Lodge in Windsor ausgezogen und wohnte seitdem in Sandringham.
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