SpOn 04.01.2026
06:29 Uhr

Fahrradlichter im Test: Sigma, Osram, Axa, Garmin, Trelock, Cateye, Lupine und Knog


Gutes Licht gehört zur Grundausstattung eines Fahrrads. Aber für wen lohnen sich Akkuleuchten mit Fernlicht, Bremslicht oder Radar? Wir haben mehrere Modelle getestet – von einfach bis anspruchsvoll.

Fahrradlichter im Test: Sigma, Osram, Axa, Garmin, Trelock, Cateye, Lupine und Knog

Dieser Testbericht wurde zuletzt am 5. Oktober 2025 veröffentlicht. Wir haben zwei neue Sets sowie ein neues Rücklicht mit Radar getestet und den Artikel aktualisiert.

Akkubeleuchtung am Fahrrad ist immer eine Option, wenn weder ein Nabendynamo noch der Akku des E-Bikes die Stromversorgung sicherstellen: also an Rennrädern und Mountain- oder Fitnessbikes. Aber auch an älteren Fahrrädern mit kräftezehrendem Seitendynamo kann sich eine Akkuleuchte lohnen.

Während Rücklichter im Straßenverkehr nur eine Funktion erfüllen – Sichtbarkeit des Radlers für andere Verkehrsteilnehmer –, hat das Frontlicht eine weitere: die Ausleuchtung des Raumes vor dem Rad. Fährt man nachts durch von Laternen beleuchtete Straßen oder in der Dämmerung über die Felder, spielt das keine große Rolle, da sich der Weg auch ohne eigenes Licht erkennen lässt. Wer jedoch bei Dunkelheit über unbeleuchtete Landstraßen oder gar Waldwege radelt, weiß eine kräftige und breite Ausleuchtung des Weges zu schätzen.

Akku-Frontleuchten haben daher meist zwei oder mehr Leuchtstufen: Eine schwache, die lediglich die Sichtbarkeit im Straßenverkehr gewährleistet, sowie eine oder mehrere weitere Stufen, um den Weg auszuleuchten. Je heller man sie strahlen lässt, desto geringer ist dann aber auch die Akkulaufzeit. Eine Fernlichtfunktion wie beim Auto, sodass der Lichtkegel angehoben wird, der Gegenverkehr allerdings auch geblendet werden kann, haben zwei Leuchten im Testfeld.

Ausrichtungsfragen

Alle getesteten Leuchten haben eine StVZO-Zulassung für den deutschen Straßenverkehr. Für die korrekte Einstellung des Lichtkegels der Frontleuchten sind Radfahrerinnen und Radfahrer selbst verantwortlich. Einige Hersteller empfehlen, die obere Kante des Lichtkegels in fünf Meter Entfernung auf die halbe Höhe der Lampe auszurichten. Das lässt sich etwa vor einer Wand gut abschätzen.

Sinnvoll ist eine so genaue Justage nur bei Frontleuchten, die mit einer festen Halterung am Lenker montiert werden. Leuchten mit Gurt muss man ohnehin jedes Mal neu ausrichten. Die Straßenverkehrsordnung schreibt unter anderem vor, dass Frontlichter den Gegenverkehr nicht blenden dürfen und in einer Höhe zwischen 40 und 120 Zentimetern angebracht werden müssen.

Fazit

Von den neu getesteten Leuchten hat uns das Set von Osram gut gefallen. Der Lichtkegel ist für dunkle Offroad-Strecken aber nicht optimal. Eine Empfehlung sind immer noch die robusten und unkomplizierten Leuchten von Cateye. Sie haben leider kein Bremslicht und werden per veraltetem Micro-USB aufgeladen. Das neue Radarlicht Reco 80 von Sigma ist dem Garmin Varia RTL516 mindestens ebenbürtig. Von Busch + Müller würden wir die neue Brixxi mit der älteren Ixon Rock kombinieren: hinten gibt es so Bremslicht und vorn ein starkes Licht mit Powerbank.

Diese Akku-Fahrradleuchten haben wir getestet:

Haltungsnoten

Bei der Befestigung der Leuchten am Lenker oder an der Sattelstütze kommen entweder fest an der Leuchte angebrachte Riemen (meist aus Gummi) oder Schnellverschlüsse zum Einsatz. Bei Letzteren bleibt die Halterung montiert, es muss lediglich ein Sicherungshebel betätigt werden, um die Leuchte vom Rad zu lösen und mitzunehmen. Schnellverschlüsse gibt es wahlweise mit Gummiriemen um Lenker oder Sattelstütze oder mit Verschraubungen. Diese letzte Variante ist am besten gegen Verrutschen auf Holperstrecken gesichert. Einige Frontleuchten lassen sich nicht nur auf dem Lenker, sondern auch unter dem Lenker hängend montieren. Praktisch, wenn der Raum oben wegen eines angebrachten Smartphones oder Radcomputers knapp ist. Auch gibt es bei einigen Herstellern Spezialhalterungen für die Gabel, die aber separat erworben werden müssen. Für einige Rücklichter gibt es – ebenfalls optional – Halterungen für die Sitzstrebe oder Klemmen zum Anbringen an Satteltaschen. Das ist wichtig, wenn beim Bikepacking die Sattelstütze mit Taschen belegt wird.


Osram LEDsBike Compact 100 und LEDsBike Rear

LEDsBike Compact 100: Gutes Handling, schmaler Lichtkegel

LEDsBike Compact 100: Gutes Handling, schmaler Lichtkegel

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Das Set von Osram besteht aus einem nahezu würfelförmigen Frontlicht sowie einem rechteckigen Rücklicht. Neben der außergewöhnlichen Formgebung verfügen beide über eine vierstufige Anzeige des Ladezustands und einen Automatikmodus. Letzterer schaltet die Rückleuchte bei Tageslicht aus und regelt die Leuchtkraft der Frontleuchte passend zur Helligkeit der Umgebung. Im Automatikmodus schaltet sich die Lampe nie komplett aus, auch nicht bei Sonnenschein.

Das Rücklicht verfügt über ein Bremslicht, das unabhängig vom Modus – dauerhaft eingeschaltet oder Automatik – beim Bremsen aufleuchtet. Im Automatikmodus schaltet es sich vier Minuten, nachdem man das Fahrrad abgestellt hat, selbsttätig aus.

Die Schalter beider Leuchten können auch mit Handschuhen bedient werden.

Die Frontleuchte wird mit einer Garmin-kompatiblen Halterung befestigt. Die Halterung selbst wird festgeschraubt und kann mit Adapterringen an unterschiedliche Lenkerdurchmesser angepasst werden. Die Leuchte sitzt fest am Lenker und verstellt sich auch bei Fahrten über Kopfsteinpflaster nicht. Das Rücklicht wird mit einem Gummiband festgezogen, hat zusätzlich einen Schnellverschluss.

LEDsBike Rear von Osram: Mit Bremslicht, langer Leuchtdauer und vierstufiger Akkustandsanzeige

LEDsBike Rear von Osram: Mit Bremslicht, langer Leuchtdauer und vierstufiger Akkustandsanzeige

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der Leuchtkegel der Compact 100 reicht weit, ist aber zu schmal. Auf unbeleuchteten Wegen fehlt es an seitlicher Ausleuchtung. Die Seitensichtbarkeit ist bei beiden Leuchten eingeschränkt, aber gegeben. Die Lampen werden per USB-C aufgeladen. Vorn dauert das rund drei Stunden, hinten zwei. Dafür hält die Rückleuchte, sofern nicht viel gebremst wird, 13 Stunden durch, das Frontlicht zwischen vier und zwölf Stunden.

Fazit: Das Osram-Set überzeugt mit seiner abgestuften Akkustandsanzeige, dem Bremslicht und der guten Halterung. Leider ist der Lichtkegel für Fahrten im dunklen Wald zu schmal.


Sigma Reco 80 Rücklicht und Radar

Reco 80 von Sigma: Rücklicht mit Radar und Bremslicht

Reco 80 von Sigma: Rücklicht mit Radar und Bremslicht

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Mit dem Reco 80 macht Sigma dem zuvor getesteten Varia RTL516 von Garmin Konkurrenz, kombiniert ein Rücklicht mit einer Radarüberwachung des rückwärtigen Verkehrs. Sich nähernde Fahrzeuge werden auf dem am Lenker montierten Radcomputer angezeigt. So weiß man auch ohne Schulterblick Bescheid und kann sich entsprechend verhalten. Das Reco 80 sollte im Prinzip mit jedem modernen Radcomputer, der den Ant+-Standard unterstützt, funktionieren. Wir haben es mit dem Wahoo Elemnt Roam und dem kleinen Edge 130 Plus von Garmin koppeln können.

Am Radcomputer verhält sich das Sigma-Radar genau wie das Vorbild von Garmin: Die sich von hinten nähernden Fahrzeuge werden auf dem Bildschirm als Punkte dargestellt, die, passend zur Geschwindigkeit des Fahrzeugs, von unten nach oben wandern.

Um die Qualität des Radars mit dem RTL516 von Garmin zu vergleichen, sind wir mit beiden Systemen durch Stadtverkehr und auf Landstraßen gefahren. Die Unterschiede sind marginal: Beide Radare sind für Reichweiten bis 140 Meter ausgelegt und melden sich bei einer Annäherung fast zeitgleich. Das Sigma-Radar ist etwas sensibler, erkennt Fahrzeuge gelegentlich etwas früher. Dafür zeigt es vereinzelt Geisterfahrzeuge an. So werden etwa Lastwagen mit Sattelauflieger gelegentlich als zwei Fahrzeuge dargestellt. Das passiert dem Garmin-Radar seltener.

Das Reco 80 arbeitet zudem mit dem LINK-System von Sigma, kann sich dadurch etwa mit der Frontleuchte Aura 100 verbinden. Die zeigt dann auch den Ladezustand des Reco 80 an und kann dessen Leuchte an- und ausschalten.

Sigmas Radarrücklicht ist nicht ganz so hell wie das der konkurrierenden RTL516 von Garmin, hat dafür aber eine Bremslicht- und Notbremslichtfunktion und arbeitet rund 13 Stunden lang, bevor man es aufladen muss. Zur Montage ist es mit zu Garmin kompatiblen Schnellverschlüssen ausgestattet und wird per Gummiband an der Sattelstütze befestigt.

Fazit: Das Sigma-Radar arbeitet tadellos, das Rück- und Bremslicht ebenso. Damit ist das Reco 80 eine gute Alternative zum RTL516 von Garmin.


Axa Dwn 100 und Dwn RS Brake

Axa Dwn 100: Gute Ausleuchtung, aber nicht durchdachte Akku-Anzeige

Axa Dwn 100: Gute Ausleuchtung, aber nicht durchdachte Akku-Anzeige

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Dwn 100 von Axa soll die namensgebenden 100 Lux abgeben. Das kann hinkommen, denn bei voller Leistung leuchtet sie etwas heller als eine 80 Lux-Leuchte von Trelock. Die beiden Frontleuchten sind ohnehin vergleichbar, da sie baugleiche Reflektoren verwenden und daher ein nahezu identisches Lichtbild erzeugen. Da Axa und Trelock zum Allegion-Konzern gehören, findet man bei den beiden Lampen einige identische Bauteile.

Dazu gehören leider auch die fünf LEDs auf der Oberseite der Dwn 100. Genau wie bei der Lighthammer von Trelock sind sie zu hell, blenden auf unbeleuchteten Strecken mit ihrem grünen Licht. Auch die Halterung per Spanngummi entspricht der der Trelock-Frontleuchte. Das Gummi muss kräftig um den Lenker gezogen und eingehakt werden, damit die Leuchte sicher sitzt. Einen Schnellverschluss gibt es nicht.

Die Dwn 100 hat vier Leuchtstufen, die per Taster durchgeschaltet werden. Stufe eins (10 Lux) ist nur ein Positionslicht für Fahrten in der Stadt. Mit dem breiten Lichtkegel der Stufen drei (70 Lux) und vier (100 Lux) kommt man auch auf dunklen Waldwegen gut klar. Auf Stufe drei soll die Leuchte vier Stunden lang durchhalten. Im Test schaffte sie allerdings fünf Stunden, auf Stufe vier sogar mehr als 20 Stunden.

Dwn RS von Axa: Den kleinen Power-Schalter trifft man kaum

Dwn RS von Axa: Den kleinen Power-Schalter trifft man kaum

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Das integrierte Bremslicht mit Beschleunigungssensor funktioniert zuverlässig. Ärgerlich ist der schwergängige kleine Einschaltknopf, den man mit Handschuhen nicht erreicht. Sinkt die Batteriekapazität unter 50 Prozent, leuchtet der Taster grün auf, bei weniger als 20 Prozent rot. Dann ist es Zeit zum Aufladen. Im Test hielt die Rückleuchte etwas mehr als sechs Stunden lang durch. Wie bei der Frontleuchte wird per USB-C geladen. Die Seitensichtbarkeit beider Leuchten ist mangelhaft.

Fazit: Eine gute Ausleuchtung sowie das reaktionsschnelle Bremslicht zeichnen die beiden Axa-Leuchten aus. Im Alltag stören Details wie der schwergängige Taster. Auch die schlechte Seitensichtbarkeit ist ein Minuspunkt.


Busch + Müller Ixon Core 2 und Brixxi

Ixon Core 2: Mit stabiler Halterung und drei Leuchtstufen

Ixon Core 2: Mit stabiler Halterung und drei Leuchtstufen

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Ixon Core 2 ist neu auf dem Markt und schlanker als die weiter unten getestete Ixon Rock vom selben Hersteller. Sie hat auch eine Powerbank-Funktion, ist aber mit 70 Lux etwas schwächer.

Dafür wird die Frontleuchte via USB-C geladen. Ihr Gehäuse wirkt robust und besteht teilweise aus Aluminium. Bei der Befestigung hat sich Busch + Müller für einen Schnellverschluss mit stabiler Verschraubung am Lenker entschieden. Ein gutes System, mit dem die Leuchte sicher sitzt und sich auch schnell abnehmen lässt. Mit Zubehör lässt sie sich auch unter dem Lenker montieren. Die drei Leistungsstufen werden per LED auf der Gehäuseseite ebenso signalisiert wie der Akkustand mit fünf LEDs. Bei Tageslicht ist die Anzeige aber kaum ablesbar.

Die Leistung reicht von 15 bis 70 Lux, wobei die niedrigste Stufe mehr Positionslicht als Scheinwerfer ist. Dabei hält die Leuchte rund 18 Standen lang durch. Bei mittlerer oder hoher Stufe kommt man auch auf schlecht beleuchteten Wegen gut klar, aber unter Umständen wird es schon nach 2,5 Stunden dunkel vor dem Lenker. Wer oft durch den Wald muss, sollte eventuell die stärker leuchtende Ixon Rock in Betracht ziehen.

Brixxi: Dauerläufer mit Bremslicht

Brixxi: Dauerläufer mit Bremslicht

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Passend zur Ixon Core 2 gibt es das neue Rücklicht Brixxi, das ebenfalls per USB-C aufgeladen wird. Es verfügt über eine Bremslichtfunktion mit Notfallmodus: Beim normalen Bremsen leuchtet es hell auf, bei Notbremsungen pulsiert das Licht. Die von Busch + Müller angegebenen 24 Stunden Leuchtdauer wurden im Test sogar noch leicht übertroffen. Die Halterung des Brixxi wird um die Sattelstütze gespannt, das Licht selbst wird dann in die Halterung eingedreht. Das erfordert Fingerspitzengefühl. Warum eine Schutzklappe für den Mechanismus nötig sein soll, erschließt sich nicht wirklich. Das kleine Gummiteil baumelt die meiste Zeit funktionslos herum.

Fazit: Ein paar Details stören, aber insgesamt handelt es sich um gute Leuchten für den Stadtverkehr.


Sigma Aura 40 und Hiro 10

Sigma Aura 40: Per Schnellverschluss, aber mit Gummiband am Lenker fixiert

Sigma Aura 40: Per Schnellverschluss, aber mit Gummiband am Lenker fixiert

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Das neue Set von Sigma mit den beiden USB-C-Leuchten wird mit Spanngummis am Lenker beziehungsweise an der Sattelstütze befestigt. Wie bei Sigma üblich werden die Leuchten, anders als bei der gesamten Konkurrenz, per Doppeldruck auf die einzelnen Schalter eingeschaltet.

Die Aura 40 kann per Knopfdruck zwischen 15 und 40 Lux umgeschaltet werden. Die versprochenen 29 Stunden Laufzeit in der schwachen Stufe hat sie geschafft. Dann reicht das Licht aber nur für die eigene Sichtbarkeit im Straßenverkehr. In der stärkeren Stufe hält sie laut Sigma neun Stunden durch. Ihr Licht reicht dann auch für gelegentliche Waldfahrten aus. Wer so etwas öfter plant, sollte sich eine stärkere Leuchte zulegen.

Hiro 10: Leuchtet hell, auch zu den Seiten

Hiro 10: Leuchtet hell, auch zu den Seiten

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Das Rücklicht Hiro 10 kann lediglich Dauerleuchten, das aber gut und hell. Auch die Seitensichtbarkeit ist gut. Rund zwölf Stunden hat sie durchgehalten. Während ihre USB-C-Buchse gut erreichbar ist, befindet sich die des Frontlichts etwas versteckt unter dem Spanngummi.

Fazit: Ein einfaches Set, das für den Einsatz im Straßenverkehr ausreicht. Bremslicht oder andere Features fehlen jedoch.


Trelock LS 480 Lighthammer 80 und LS 740 I-GO Vector

LS 740 I-GO Vector: Schlank und mit Bremslichtfunktion

LS 740 I-GO Vector: Schlank und mit Bremslichtfunktion

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Trelock verkauft das neue Frontlicht mit 80 Lux und das schlanke Rücklicht mit Bremslichtfunktion im Set – und muss zwei unterschiedliche Ladekabel beilegen. Denn das ältere Rücklicht LS 740 I-GO Vector ist noch mit einer Micro-USB-Buchse bestückt. Es ist klein, wiegt mit Befestigungsgummi für die Sattelstütze lediglich 27 Gramm und leuchtet hell. Die Bremslichtfunktion arbeitet zuverlässig. Leider ist das Rücklicht schon nach weniger als zehn Stunden aus. Die Lade-LED warnt vorher.

Die LS 480 Lighthammer 80 hat USB-C und zeigt ihren Ladezustand mit fünf LEDs auf der Oberseite an. Diese sind leider so hell, dass sie nachts blenden. Für die Montage am Lenker muss ein Spanngummi mit Kraft um den Lenker gezogen werden. Einen Schnellverschluss gibt es nicht. Aber optional einen Adapter für eine GoPro-Halterung.

LS 480 Lighthammer 80: Hell, groß und kann bei Bedarf unter den Lenker montiert werden

LS 480 Lighthammer 80: Hell, groß und kann bei Bedarf unter den Lenker montiert werden

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Das Spanngummi kann mit einem Schraubendreher von unten nach oben umgesetzt werden und macht dann aus der Lighthammer eine Leuchte, die unter dem Lenker hängt. Zwar kommt man dann nicht mehr gut an den Bedienknopf, aber in der Praxis kann man weiterhin gut zwischen den drei Stufen umschalten. In der niedrigsten Stufe reichte sie für rund 20 Stunden bei Stadtfahrten aus. Mit den vollen 80 Lux ist nach fünf Stunden Schluss. Sehr schön: Kurz vor Erlöschen warnt die letzte der fünf LEDs mit rotem Licht.

Der Lichtkegel ist ausreichend breit und bei korrekter Einstellung der Höhe wird auch der Bereich direkt vor dem Rad aufgehellt.

Fazit: Dass man die Frontleuchte wahlweise unter den Lenker montieren kann, hilft bei Platzproblemen. Auch ist sie für Fahrten auf Waldwegen ausreichend hell. Das Rücklicht ist klein und hat dennoch ein Bremslicht. Trelock sollte es auf USB-C aktualisieren.


Cateye GVolt 60 und Rapid Micro G

GVolt60: Stabile Schnellwechselhalterung

GVolt60: Stabile Schnellwechselhalterung

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der japanische Hersteller Cateye hat seit vielen Jahren mehrere Typen von Akkuleuchten im Programm. Im letzten Test hatten wir noch das Mittelklassemodell GVolt50, das nicht mehr erhältlich ist. Es wurde durch die GVolt60 abgelöst. Diese Leuchte ist nahezu baugleich, mit jetzt etwas mehr Leistung (60 Lux). Es gibt sie mit der Rapid Micro G im Set. Das kleine Rücklicht blieb seit dem letzten Test unverändert.

Das schlanke Frontlicht wird mit einer Schraubhalterung mit Schnellverschluss für die Leuchte am Lenker befestigt. In der kleinen Stufe hielt sie im Test mehr als die angegebenen 25 Stunden durch. Ihre Zwölf-Lux-Stufe reicht aber nur für den Stadtverkehr. Sobald man auf unbeleuchtete Wege abbiegt, muss man auf die höhere Stufe schalten, um Hindernisse gut sehen zu können. Die Ausleuchtung ist in der Ferne stark und breit, aber im vorderen Bereich schwach. Das ist auf Waldwegen nicht optimal.

Cateye liefert eine Schraubhalterung für den Lenker sowie eine Gummibandhalterung für die Sattelstütze mit, hat aber weitere Halterungen im Angebot. So lässt sich die Rückleuchte auch an Satteltaschen anbringen oder an anderen Stellen am Fahrrad. Die Verriegelung der Halterung ist sowohl vorn als auch hinten schwer zu lösen, aber dafür sitzen die Lichter sicher.

Rapid Micro G: Kann quer oder hoch montiert werden

Rapid Micro G: Kann quer oder hoch montiert werden

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Rapid Micro G ist klein und lässt sich senkrecht oder waagerecht in die Halterung stecken. Nur in der senkrechten Position ist auch die Seitensichtbarkeit gut. Bremslicht oder andere Funktionen gibt es nicht. Von Cateye gibt es optional Halterungen für die Montage der Rückleuchte an Streben oder Taschen.

Fazit: Die Cateye-Lichter haben wenig Funktionen, überzeugen aber mit robustem Gehäuse und geringem Gewicht.


Cateye GVolt70.1

GVolt70.1: Kann nur unter dem Lenker hängend angebracht werden

GVolt70.1: Kann nur unter dem Lenker hängend angebracht werden

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die GVolt70.1 ist nicht nur etwas stärker als die oben beschriebene GVolt60, sie wird zudem hängend unter dem Lenker montiert. Die Schiene für den Schnellverschluss sowie der Schalter liegen daher oben. In die Schiene passt ein mitgelieferter Adapter für GoPro-kompatible Halterungen. Anders als bei der kleinen Schwester gibt es drei Helligkeitsstufen: 10, 50 und 70 Lux. Wie bei der Konkurrenz gilt auch hier: Die niedrigste Stufe reicht lediglich für den Stadtverkehr. Bei vollen 70 Lux kommt man auf unbeleuchteten Wegen auch bei hoher Geschwindigkeit gut klar. Im Test leuchtete sie 27 Stunden lang in der niedrigsten Stufe, bei voller Helligkeit sind es nur fünf.

Sie wird über eine Micro-USB-Buchse aufgeladen, deren Gummidichtung nach dem Ladevorgang nur mit viel Feinarbeit wieder an ihren Platz gebracht werden konnte. Auch die GVolt70 gibt es im Set mit dem Rücklicht Rapid Micro G.

Fazit: Die GVolt70.1 ist für alle interessant, die ihre Lampe unter den Lenker hängen oder mit einer GoPro-Halterung einen anderen Ort dafür finden wollen.


Busch + Müller IQ-XM speed

IQ-XM speed: Vor allem für Nachtfahrten im Wald geeignet

IQ-XM speed: Vor allem für Nachtfahrten im Wald geeignet

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die IQ-XM speed besteht – wie die weiter unten beschriebene Konkurrenz von Lupine – aus drei Teilen: der eigentlichen Leuchte, einem externen Akku sowie einem separaten Schalter zur Befestigung am Lenker.

Die stabile Leuchte wird mit einer Schnellverschluss-Schraubhalterung montiert. Busch + Müller legt zwei unterschiedlich lange Schrauben bei, sodass die Leuchte sowohl an dünne als auch an kräftige Lenker passt. Eine Halterung für eine hängende Montage kann separat erworben werden. Den kleinen Schalter konnte ich mit seinem 27 Zentimeter langen Kabel nah an die Brems- und Schaltgriffe montieren. Das hilft, weil man zwischen drei Stufen Abblendlicht und Fernlicht umschalten kann. Der Knopf wird regelmäßig benötigt, weil das Fernlicht den Gegenverkehr, auch Fußgänger, blenden kann.

Der Akku wird mit Klettband am Rahmen befestigt. Rund 40 Zentimeter ist sein Kabel kurz. Das kann knapp sein, wenn der Akku nicht direkt vorn unter das Oberrohr soll. Geladen wird der Akku per Micro-USB. Bei Bedarf wird er zur Powerbank fürs Smartphone, allerdings nur mit einem USB-A-Anschluss. Seinen Füllstand signalisiert er mit fünf LEDs, die letzte davon wird rot, wenn der Akku nur noch zehn Prozent Füllstand hat. Das alles hilft allerdings nicht, wenn man ihn unter das Oberrohr gehängt hat.

Die schwächste Stufe des Lichts liefert laut Busch und Müller 20 Lux und reicht für Cityfahrten und hält dann 25 Stunden lang durch. Fährt man dauernd mit Fernlicht und 170 Lux, ist der Akku schon nach 90 Minuten leer. Aber so hat man auch den halben Wald beleuchtet. Wenn man langsam fährt, reichen auch die mittlere oder starke Stufe des Abblendlichts aus, um sich bei Dunkelheit gut zu orientieren. Der Lichtkegel des Abblendlichts ist breit, aber kürzer als bei der Konkurrenz.

Fazit: Wie jedes System mit externen Komponenten leidet die IQ-XM speed unter umständlichem Handling beim Parken: Lässt man das Rad draußen stehen, müssen drei Komponenten vor Diebstahl geschützt und mitgenommen werden. Das starke Fernlicht ist im Wald und auf dunklen Wegen nützlich.


Sigma Aura 100 und Blaze Link

Sigma Aura100: Die Frontleuchte zeigt auch den Ladezustand der Rückleuchte an

Sigma Aura100: Die Frontleuchte zeigt auch den Ladezustand der Rückleuchte an

Foto: Markus Linden

Front- und Rücklicht bestechen vor allem als Set, denn Sigma koppelt die Frontleuchte Aura 100 mit der Rückleuchte Blaze per Funk. Der Vorteil: Die Steuerung beider Lichter wird gemeinsam vorn am Lenker erledigt. Der umständliche Griff unter den Sattel entfällt. Schaltet man das Licht vorn ein, aktiviert sich das Rücklicht von selbst.

Beide Lichter haben Automatikfunktionen: Die Aura 100 verfügt über einen Lichtsensor, der die Helligkeit abhängig vom Umgebungslicht regelt. Im Automatikmodus bleibt sie also bei Tag aus, schaltet in der Dämmerung in einen niedrigen Leuchtmodus – und das Rücklicht gleich mit ein. Wird es dunkler, wird die Leuchtkraft bis zum Maximalmodus hochgeregelt. Wer der Automatik nicht traut oder auch bei Sonnenschein das Licht einschalten will, kann das manuell in vier Stufen tun. Das gekoppelte Rücklicht wird dabei ebenfalls eingeschaltet. Es hat einen Verzögerungssensor, sodass es beim Bremsen hell aufleuchtet.

All das funktioniert recht zuverlässig. Ab und zu hat das Rücklicht die Verbindung verloren, jedoch nicht während der Fahrt, sondern nach einer nächtlichen Standpause. Dann genügt ein Druck auf den Einschaltknopf, um die Verbindung wiederherzustellen. Sowohl den Status als auch die Akkustärke beider Leuchten kann man auf der Oberseite der Sigma Aura in vier Stufen ablesen. So weiß man jederzeit, ob die Lichter tatsächlich leuchten und wann sie wieder aufgeladen werden müssen. Die Leuchten lassen sich auch unabhängig voneinander nutzen, da das Rücklicht ebenfalls über Sensoren zur automatischen Lichtanpassung verfügt.

Blaze Link: Kann von der Frontleuchte aus eingeschaltet werden

Blaze Link: Kann von der Frontleuchte aus eingeschaltet werden

Foto: Markus Linden

Die Frontleuchte hat eine Riemenbefestigung mit Kupplung und lässt sich über eine Schraube nach links und rechts ausrichten. Das Ausrichten nach oben und unten ist wegen des Gummiriemens etwas unzuverlässig – durch Drücken auf den Schalter kann sich das Frontlicht verschieben. Das Rücklicht wird mit einer einfachen Gummischnalle befestigt.

Bei Nachtfahrten im Wald ist der Weg gut ausgeleuchtet, und die Lichtstärke reicht für Durchschnittsradler auf jeden Fall aus. Von der Seite ist die Frontleuchte nicht zu sehen, das Rücklicht sehr gut. Die Akku-Laufzeit der Frontleuchte gibt Sigma mit drei Stunden bei voller Leistung an, gemessen haben wir drei Stunden und 35 Minuten. Bei der Rückleuchte waren es sieben Stunden.

Fazit: Das Set erleichtert das Radfahren bei wechselnden Lichtbedingungen, wirkt gut verarbeitet und leuchtet auch dunkle Wege gut aus. Eine fest sitzende Schraubverbindung vorn wäre besser.


Garmin Varia RTL516

Garmin Varia: Überwacht den rückwärtigen Verkehr

Garmin Varia: Überwacht den rückwärtigen Verkehr

Foto: Markus Linden

Die Rückleuchte Varia RTL516 verfügt über eine interessante Zusatzfunktion: Mit ihrem Radar kann sie den rückwärtigen Verkehr erfassen. Es gibt sie auch als Varia RTC716, mit integrierter Dashcam. Dann ist sie aber etwa doppelt so teuer wie das Modell ohne Kamera und der praktische Nutzen ist begrenzt. Einen Test lesen Sie hier.

Der Nutzen des Radars ist jedoch eindeutig: Es erkennt folgende Fahrzeuge ab einer Entfernung von 140 Metern und sendet entsprechende Meldungen an einen Radcomputer oder ein Smartphone mit Garmin- oder Ride-with-GPS-App.

Schöner ist allerdings die Verbindung mit einem Radcomputer. Das funktioniert natürlich mit den meisten Garmin-Geräten, aber auch mit dem Wahoo Roam und Bolt. Bei allen Fahrradcomputern wird nach der Kopplung eine Linie an der Seite dargestellt, deren oberes Ende die eigene Position markiert, während nach unten hin sich nähernde Fahrzeuge ihrem Abstand entsprechend angezeigt werden. Beim ersten erfassten Fahrzeug gibt der Fahrradcomputer einen Warnton aus. Das lässt sich abschalten, erscheint aber vor allem außerorts sinnvoll, da man ja nicht immer auf das Display schaut.

Im Test wurden fast alle Fahrzeuge erkannt. Dabei wurden auch kleine Fahrzeuge, wie etwa Mopeds, identifiziert, da das System den Geschwindigkeitsunterschied zum Fahrrad auswertet. Der Nachteil: Fährt in einer Tempo-30-Zone ein Auto in gleichbleibendem Abstand hinterher, wird es oft erst erkannt, wenn es zum Überholen ansetzt. Fährt man mit anderen Fahrrädern in einer Kolonne, erscheinen diese nicht als Warnsignal, da es keine Geschwindigkeitsdifferenz gibt.

Das Varia RTL516 wird mit einer gummierten Halterung und Gummiband an der Sattelstütze befestigt. Es ist deutlich größer und schwerer als andere Rücklichter, sitzt aber sicher. Als kostenpflichtiges Zubehör gibt es von Garmin eine Schraubhalterung, die mehr Stabilität bietet.

Das Licht selbst ist nicht übermäßig hell, aber über eine Linse verstärkt. Es gibt einen Automatikmodus, in dem die Rückleuchte ihre Helligkeit dem Umgebungslicht anpasst. In den Seiten steckt je ein kleines Rotlicht, um die Sichtbarkeit quer zur Fahrtrichtung zu gewährleisten.

Fazit: Das Varia RTL516 möchte man nach kurzer Zeit nicht mehr missen: Bevor man die Autos hört, hat man sie schon auf dem Schirm. Allerdings ist sie mit 108 Gramm schwer und auch nicht gerade günstig.


Busch & Müller: Ixon Rock und Ixxi

Ixon Rock: Arbeitet auch als Powerbank für das Smartphpone

Ixon Rock: Arbeitet auch als Powerbank für das Smartphpone

Foto: Markus Linden

Von Busch + Müller haben wir ein Set aus der Frontleuchte Ixon Rock und der Rückleuchte Ixxi bestellt. Die Ixon Rock erreicht laut Hersteller eine Helligkeit von 100 Lux. Es gibt zwei Stufen mit geringerer Beleuchtungsstärke. Die niedrigste ist gut für Fahrten auf beleuchteten Straßen, schon die mittlere reicht für die meisten Dunkelfahrten aus. Auf höchster Stufe ist die Ausleuchtung sehr gut.

Der Ein- und Ausschalter zeigt über kleine LEDs die Helligkeitsstufe an. Eine Reihe von LEDs an der Seite markiert den Akkustand. Bei voller Leistung hält die Ixon Rock etwa zwei Stunden und 40 Minuten durch, schaltet dann in den mittleren Modus, um nach weiteren 20 Minuten in den niedrigsten Modus zu wechseln.

Die Micro-USB-Buchse dient nicht nur zum Laden der Leuchte, sondern kann auch externe Geräte wie ein Smartphone versorgen. Ein Adapterkabel für den USB-A-Ausgang liefert Busch + Müller mit. Damit wird die Ixon Rock zur Powerbank. Aktiviert wird sie durch viermaliges Drücken auf den Ein-/Ausschalter.

Ixxi: Eine einfache Rückleuchte ohne Sonderfunktionen

Ixxi: Eine einfache Rückleuchte ohne Sonderfunktionen

Foto: Markus Linden

Busch + Müller stattet die Frontleuchte mit einer stabilen Schraubhalterung aus. Zusammen mit dem Schnellverschluss lässt sie sich sowohl gut justieren als auch schnell abnehmen.

Die kleine Rückleuchte Ixxi ist eher unspektakulär. Sie ist klein, hat eine gute Seitensichtbarkeit und ist ausreichend hell. 17 Stunden Akkulaufzeit gibt Busch + Müller an. Etwas ungewöhnlich ist die Einheit aus Halterung und Abdeckung. Sie ist aus einem weichen Material, das man zur Seite schieben kann, um an die USB-Buchse heranzukommen. Befestigt wird sie an der Sattelstütze mit einem Gummiband.

Fazit: Die Ixon Rock ist kraftvoll und gibt ständig Auskunft über die Leistungsstufe sowie den Akkustand. Die Halterung ist klasse. Die Rückleuchte wirkt deutlich weniger hochwertig als das Frontlicht.


Knog Plug Twinpack

Knog Plug: Schön anzusehen, aber nicht besonders praktisch

Knog Plug: Schön anzusehen, aber nicht besonders praktisch

Foto: Markus Linden

Der australische Hersteller Knog ist bekannt für schön gestaltetes Fahrradzubehör und auch die beiden Plug-Leuchten für vorn und hinten überzeugen mit ihrer einheitlichen, formschönen Gestaltung. Ebenso schlicht wie das Aussehen ist die Funktion: Beide lassen sich nur ein- und ausschalten. Weder gibt es verschiedene Leistungsstufen noch Automatiken. Das braucht man eigentlich auch nicht – verringert aber die Leuchtdauer: Besonders das Rücklicht ist außergewöhnlich hell und bietet eine gute Seitenerkennbarkeit. Sein Akku ist aber schon nach zwei Stunden und 45 Minuten leer. Noch etwas schneller geht das beim Frontlicht: Hier ist nach zwei Stunden und 25 Minuten Schluss.

Die Ausleuchtung ist stark fokussiert: Weder in der Tiefe noch in der Breite reicht das leichteste Frontlicht im Testfeld weit. Für die meisten dunklen Passagen reicht es dennoch, in der Stadt auf jeden Fall. An der Seite der Leuchte weisen kleine LEDs auf den Akkustand hin.

Das Knog-Rücklicht: Hell, aber kurze Laufzeit

Das Knog-Rücklicht: Hell, aber kurze Laufzeit

Foto: Markus Linden

Anders als die internationale Variante hat die deutsche Version mit Zulassung für den Straßenverkehr vorn und hinten nicht nur keinen Blinkmodus, sondern auch kein Gummiband, dafür aber ein gummiertes Klettband. Das hält die Leuchten recht gut, ist aber schwierig anzubringen. Zudem können die Schnallen leicht verloren gehen.

Fazit: Die Leuchten sind klein, leicht und sehen gut aus. Aber die Leuchtdauer ist kurz, und die Frontleuchte muss jedes Mal neu ausgerichtet werden.


Lupine SL Nano AF und C14 Mag

SL-Nano: Klein, aber sehr hell

SL-Nano: Klein, aber sehr hell

Foto: Markus Linden

Lupine hat schon lange außergewöhnliche Akkulichter im Programm. Wir haben die kleine SL-Nano-AF-Frontleuchte und das flache C14-Mag-Rücklicht ausprobiert. Die geringe Größe der Frontleuchte relativiert sich etwas, da sie mit einem externen Akku betrieben werden muss. Dieser wird am Rahmen mit einem Klettband befestigt und über eine Steckverbindung mit dem Gerät verbunden. Die Leuchte selbst hat einen Schnellspanner, mit dessen Hilfe sie fest am Lenker sitzt und sich präzise ausrichten lässt.

Die SL Nano AF verfügt über ähnliche Funktionen wie Autoscheinwerfer: Es gibt ein schwaches, breites Tagfahrlicht, ein Abblend- und ein Fernlicht. Anders als bei den anderen Leuchten ist das Fernlicht nicht nur stärker als das Abblendlicht, sondern der Lichtkegel wird auch angehoben und reicht weiter nach vorn. So viel und weit strahlendes Licht bietet die Konkurrenz nicht.

Mehr zum Thema

Gesteuert wird die Frontleuchte über den im Lieferumfang enthaltenen Bluetooth-Schalter, der in Griffweite des Daumens befestigt wird. Den Einschalter muss man ungewöhnlicherweise etwa sechs Sekunden lang drücken, bevor sich die Leuchte einschaltet. Danach kann zwischen den drei Lichtmodi gewechselt werden. Bei Dunkelheit wird automatisch vom Tagfahrlicht auf Abblendlicht umgeschaltet und das Fernlicht freigegeben.

Die kleine Rückleuchte hat einen eigenen Akku und ist ebenso intelligent wie die Frontleuchte: Sie verfügt über einen Lichtsensor, um sich je nach Lichtverhältnissen ein- bzw. auszuschalten. Außerdem fungiert sie als Bremslicht und kann auf zwei unterschiedliche Leuchtstärken eingestellt werden.

C14 Mag: Ein robustes Rücklicht mit Magnethalterung

C14 Mag: Ein robustes Rücklicht mit Magnethalterung

Foto: Markus Linden

Als einzige Rückleuchte im Testfeld ist die C14 Mag überwiegend aus Metall gefertigt. Die mitgelieferte Halterung wird mit einem Gummiring an der Sattelstütze befestigt, die Leuchte magnetisch sicher in einer Halterung fixiert. Keine andere Leuchte lässt sich so leicht ansetzen und wieder entfernen. Eine magnetische Halterung für den Sattel gibt es auch, aber diese hat keine Zulassung für den deutschen Straßenverkehr und darf daher nicht zusammen mit der C14 Mag, sondern nur einzeln verkauft werden. Die Seitensichtbarkeit der Rückleuchte ist nicht grandios, aber vorhanden.

Der externe Akku und die Verarbeitung aus Metall haben zur Folge, dass das komplette Set 356 Gramm wiegt. Den Akku gibt es in zwei Größen, sodass die Frontleuchte bei voller Leistung zwischen einer Stunde und 50 Minuten und zwei Stunden und 30 Minuten durchhält.

Fazit : Helligkeit und Funktionen beeindrucken ebenso wie die hochwertige Verarbeitung. Aber der Preis ist hoch. Außerdem müssen vier Teile beim Parken vor Dieben geschützt und mitgenommen werden.

Hintergrund: Produkttests im Ressort Tests

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung des Artikels hieß es fälschlich, die Ixon Core 2 habe keine Powerbank-Funktion. Wir haben die Passage korrigiert