Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Facebook wegen eines Fakevideos über einen angeblichen Staatsstreich in Frankreich scharf kritisiert. Das Onlinenetzwerk habe sich auf Bitten des Élysée-Palasts schlicht geweigert, das zwölf Millionen Mal angeklickte Video zu entfernen, sagte Macron in Marseille. Zur Begründung habe das US-Unternehmen mitgeteilt, das Video verstoße nicht gegen die Nutzungsbedingungen. Zu sehen ist eine angebliche Journalistin neben dem Élysée-Palast, die fälschlicherweise berichtet, ein Oberst habe die Macht übernommen.
An AI-generated fake video circulated on #Facebook, falsely claiming a coup d’état had occurred in #France.
— FRANCE 24 English (@France24_en) December 17, 2025
Alerted by a concerned African counterpart, French President #Macron criticised Facebook after the platform refused to remove the misleading content. pic.twitter.com/oNrQuC6kGj
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»Ich bin für eine freie, offene Debatte, aber diese Leute machen sich über uns lustig«, sagte Macron. »Sie pfeifen auf die Ausgewogenheit öffentlicher Debatten, auf die Souveränität der Demokratien und bringen uns damit in Gefahr.« Nötig sei eine französische und europäische Gesetzgebung, die das Entfernen »offensichtlich falscher Inhalte« verlange, wenn diese destabilisierend wirkten und eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellten.
Zu dem Fakevideo habe sich am Sonntag sogar ein afrikanischer Staatschef bei ihm gemeldet, so Macron: »Er sagt zu mir: Lieber Präsident, was ist bei Ihnen los? Ich mache mir große Sorgen.«
Der französische Staatschef forderte zudem, Plattformen dazu zu verpflichten, dass hinter jedem Konto eine natürliche Person stehe und nicht möglicherweise ein Fake-Konto oder ein Troll, denn das verfälsche alles. Die Plattformen müssten Transparenz über Algorithmen schaffen und Konten, über die offensichtlich Einflussnahme auf das öffentliche Leben betrieben werde, müssten viel schneller gelöscht werden können.
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