Im Kampf um den Aufstieg in die englische Premier League werden dem Zweitligisten FC Southampton mit seinem deutschen Teammanager Tonda Eckert unfaire Methoden vorgeworfen. Vor dem Playoff-Duell mit dem FC Middlesbrough am Samstag eröffnete der englische Verband EFL ein Disziplinarverfahren gegen Southampton.
Ein Mitarbeiter des Clubs soll beim Training von Middlesbrough spioniert haben. Middlesbrough hatte sich wegen angeblich ungenehmigter Filmaufnahmen beschwert. Hintergrund ist eine Regel, wonach innerhalb von 72 Stunden vor einem Spiel das Training des Gegners nicht beobachtet werden darf.
»Spionage Drama«
Mehrere englische Medien berichten über ein »Spionage-Drama«. Der Mitarbeiter von Southampton soll sich demnach am Donnerstag im Gebüsch unweit des Trainingsplatzes von Middlesbrough versteckt haben. Der Mann habe unerlaubt gefilmt, sei allerdings dabei erwischt worden. Daraufhin habe er die Aufnahme von seinem iPhone gelöscht.
Im TV-Sender Sky sagte Eckert zu den Vorwürfen: »Wir sind auf uns konzentriert.« Der Club hatte bereits auf das am Freitag eingeleitete Verfahren reagiert und erklärt, man wolle mit der Liga »uneingeschränkt kooperieren«.
In der englischen Playoff-Serie spielen vier Teams zunächst in Halbfinalpartien um den Aufstieg. Das Finale findet am 23. Mai statt. Der 33-jährige Eckert ist seit Ende vergangenen Jahres bei Southampton beschäftigt und hofft, mit dem Club von der englischen Südküste den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.
