Bei der Meisterfeier des FC Bayern auf dem Münchner Rathausbalkon ist der Rekordmeister mit einem umgestalteten Vereinswappen beleidigt worden. Während die Stars um Kapitän Manuel Neuer ihren Fans zujubelten, wurde über die Menschen auf dem Marienplatz hinweg ein großes Banner gezogen. Dort stand jedoch nicht »FC Bayern München«, sondern »FC Bauern Hurensöhne«.
Die Aufschrift war nur aus der Vogelperspektive sichtbar . Auf dem Logo ist zudem die Zahl 1860 zu lesen. Demnach dürften Anhänger des Rivalen TSV 1860 München hinter der Aktion stecken. Bayern-Stadionsprecher Stephan Lehmann versuchte, die Situation am Marienplatz schnell zu bereinigen. Er bat, die Plane einzuholen, weil Fans ja darunter nichts sehen könnten.
Fans auf dem Marienplatz in München
Foto: Sven Hoppe / dpa»Ach, könnt ihr mal kurz bitte die Plane da draußen mal kurz einholen, weil ihr seht ja nix drunter«, meinte Lehmann der »Abendzeitung« zufolge: »Macht doch die mal bitte zusammen. Nicht weiterreichen bitte, wir wollen ja, dass alle was sehen hier. Tut sie bitte kurz zusammen, danke schön.« Dennoch war das XXL-Banner im TV zu sehen.
Hoeneß würde Neuer-Comeback begrüßen
Zwischen Bayernfans und Anhängern von Drittligist 1860 München kommt es immer wieder zu kleineren, aber auch größeren Anfeindungen. Wie genau die mutmaßlichen 1860-Fans das große Banner auf den Marienplatz schmuggelten, ist noch nicht klar.
Am Rande der Meisterfeier vor rund 20.000 Fans war auch das mögliche Comeback von Manuel Neuer im Tor der Nationalmannschaft wieder ein Thema. »Also, wenn er sich dazu entscheidet und der Trainer auch, dann würde ich das sehr begrüßen, obwohl mir der Baumann sehr leidtut«, sagte Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß dem Bayerischen Rundfunk.
Neuer muss wegen muskulärer Probleme aus dem Spiel gegen den 1. FC Köln in der linken Wade indes vorerst kürzertreten, scheint aber nicht schwer verletzt zu sein. Er habe ein »bisschen Wadenprobleme« gehabt und habe kein Risiko eingehen wollen. Deshalb habe er sich auswechseln lassen.
Zu seinen WM-Chancen äußerte sich der 40-Jährige am Mikrofon des Bayerischen Rundfunks nicht.
