SpOn 23.02.2026
13:55 Uhr

Ex-Prinz Andrew: Australien unterstützt Rausschmiss aus der Thronfolge


Die Demontage geht weiter: Australien, eines der wichtigsten Commonwealth-Länder, signalisiert, dass es den geplanten Ausschluss von Ex-Prinz Andrew aus der Thronfolge mittragen wird.

Ex-Prinz Andrew: Australien unterstützt Rausschmiss aus der Thronfolge

Die australische Regierung unterstützt den Ausschluss des früheren Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor von der britischen Thronfolge. Der Sender Sky News und die Nachrichtenagentur PA zitieren aus einem entsprechenden Schreiben des australischen Regierungschefs Anthony Albanese an den britischen Premierminister Keir Starmer.

Gegen Andrew, den jüngeren Bruder von König Charles III., wird in Großbritannien im Kontext des Skandals um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ermittelt. Platz eins in der Thronfolge hat Charles’ Sohn William, 43, inne, vor dessen Sohn Prinz George, 12. Andrew, 66, steht auf Platz acht.

Er bestätige, dass seine Regierung jedem Vorschlag zustimmen würde, Andrew aus der Thronfolge zu entfernen, schrieb Albanese. Australien gehört zu den insgesamt 15 Commonwealth-Staaten, die einem entsprechenden Gesetz zustimmen müssten, weil durch die Anerkennung von Charles III., 77, als König auch ihre Thronfolge betroffen wäre.

Ermittlungen in Großbritannien

Andrew war in der vergangenen Woche von der Thames Valley Police zwischenzeitlich festgenommen worden . Dem früheren Prinzen wird Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt vorgeworfen. Er soll in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter Informationen an den US-Finanzier Epstein weitergeleitet haben. Bislang hat sich Andrew nicht dazu geäußert. Charles III. hatte mitgeteilt, dass das Gesetz seinen Lauf nehmen müsse.

Es handele sich um schwerwiegende Vorwürfe, die in Australien ernst genommen würden, schrieb Albanese. Die Festnahme hatte auch in Australien für großes Aufsehen gesorgt, die Medien berichteten teils mit Livetickern. Das bekannteste Epstein-Opfer, Virginia Giuffre, die auch gegen Andrew Missbrauchsvorwürfe erhoben hatte, lebte bis zu ihrem Tod im vergangenen April in Australien.

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Andrew hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Sie sind bislang nicht Teil der Ermittlungen.

In Großbritannien erwägt die Regierung, ein Gesetz zur Änderung der Thronfolge zu erlassen – möglicherweise aber erst, wenn die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind. Gesetze werden in Großbritannien im Ober- und Unterhaus beschlossen und schließlich vom Monarchen unterzeichnet. Seine Titel und Ehren unter anderem als Herzog von York hatte Andrew wegen seiner Verwicklung in den Skandal schon verloren. Vorherige Vorwürfe, die mutmaßliche Sexualstraftaten betreffen, hatte der Ex-Prinz stets zurückgewiesen.

him/dpa