Der Schweizer Bestsellerautor und Publizist Erich von Däniken ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Der für seine Theorien zu Außerirdischen bekannte Publizist starb am Samstag nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in Unterseen im Kanton Bern, wie sein Büro mitteilte. Seine Familie bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Todesnachricht.
Däniken schrieb Dutzende Bücher über sich und die vermeintlichen Spuren der Aliens auf der Erde. Er vertrat unter anderem die Theorie, dass Außerirdische beim Pyramidenbau »ein Wort« mitgeredet hätten.
Alien-Forscher Erich von Däniken: Den Außerirdischen auf der Spur
Auf seinem YouTube-Kanal dozierte der gelernte Koch in vielen Vorträgen über abgesandte Astronauten aus dem All. Er erörterte etwa die Frage, ob Außerirdische dieselben Geschlechtsorgane hätten wie Menschen.
»Bitte glauben Sie nichts!«
Im Jahr 1968, in den Anfangsjahren des Raumfahrtzeitalters, erschien sein erstes Buch mit dem Titel »Erinnerungen an die Zukunft. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«. Er deutete darin Rätsel der Menschheit als Beweis für die Besuche der Außerirdischen. So war der biblische Bericht des Propheten Ezechiel (auch: Hesekiel) über die Erscheinung Gottes auf dem Berg Sinai für ihn nichts anderes als die Landung eines Raumschiffs.
Von der Fachwissenschaft musste er für seine Thesen heftige Kritik einstecken. Wegen Betrugs und Urkundenfälschung wurde er zudem zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
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Däniken arbeitete als Koch und Kellner, Barkeeper und Hotelier. Jahrzehntelang vertiefte er sich in Berichte und Bücher und unternahm Hunderte, oft abenteuerliche Reisen, um angebliche Spuren der Außerirdischen auf der Erde zu suchen und zu dokumentieren.
Insgesamt verfasste Däniken mehr als 40 Bücher, die nach seinen Angaben in mehr als 30 Sprachen übersetzt und in einer Auflage von mehr als 60 Millionen Exemplaren gedruckt wurden. Daran gemessen war er einer der erfolgreichsten Autoren weltweit. Ob es wehtue, von Kritikern als hoffnungsloser Spinner verhöhnt zu werden, fragte ihn das Magazin der »Süddeutschen Zeitung« 2015. »Früher hat man sich geärgert über die Verrisse«, antwortete er. »Heute steht man einfach darüber.«
Dem SPIEGEL sagte er ebenfalls 2015, seine Vorträge beende er stets mit den Worten »Bitte glauben Sie nichts!«. Ein Guru wollte er nicht sein – aber das Unmögliche denkbar machen. »Ich würde mich noch im Grab umdrehen, wenn irgendwelche Spinner aus meinem Gedanken so was wie eine Sekte machen.«
