SpOn 19.02.2026
16:15 Uhr

Epstein-Files: Bill Gates sagt Auftritt bei KI-Gipfel in Indien ab


Der Entwurf einer E-Mail von Jeffrey Epstein bringt Bill Gates in Bedrängnis. Der Microsoft-Gründer weist Vorwürfe zurück, einer wichtigen Konferenz in Indien bleibt er aber fern.

Epstein-Files: Bill Gates sagt Auftritt bei KI-Gipfel in Indien ab

Bill Gates hat einen Auftritt beim KI-Gipfel in Indien abgesagt. Um sicherzustellen, dass der Fokus auf den zentralen Themen des Gipfels liegt, werde Gates nicht auftreten, heißt es von der Gates-Stiftung. Genaue Gründe nannte sie zunächst nicht. Damit reagierte der Microsoft-Gründer offenkundig auf die jüngsten Veröffentlichungen der Epstein-Dokumente, in denen sich auch Gates’ Name findet.

Medienberichten zufolge hatte die Rede von Gates für Donnerstag auf dem Programm gestanden. Regierungs- und Unternehmensvertreter sowie Experten aus aller Welt diskutieren noch bis Freitag in Neu-Delhi über die realen Auswirkungen künstlicher Intelligenz. Neben Staats- und Regierungschefs haben sich auch Topvertreter aus der Branche für das Event in Neu-Delhi angekündigt, darunter OpenAI-Chef Sam Altman (ChatGPT) und Alphabet-Chef Sundar Pichai (Google).

E-Mail-Entwurf von 2013

Dass Gates nun zurückzieht, liegt wohl an einem E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013, der in neuen Dokumenten aufgetaucht ist. Das US-Justizministerium hatte sie im Verfahrenskomplex um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zuletzt veröffentlicht. Die Nachricht in dem Entwurf richtet sich offenbar von Epstein an Gates und thematisiert Spannungen zwischen Gates und seiner damaligen Ehefrau sowie gescheiterte Geschäftsbeziehungen.

Zudem enthält er unbelegte Vorwürfe persönlicher Natur – darunter den Hinweis, Gates habe Epstein gebeten, E-Mails zu löschen, die sich auf eine mögliche Geschlechtskrankheit sowie intime Details bezogen hätten. Belege dafür gibt es nicht.

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Gates wies die Vorwürfe in einem Interview mit dem Sender 9News zurück. Epstein habe offenbar eine E-Mail an sich selbst geschrieben, die nie verschickt worden sei. Er wisse nicht, was sich Epstein dabei gedacht habe, sagte Gates und warf dabei die Frage auf, ob Epstein versucht habe, ihm zu schaden. Treffen mit Epstein, die zuvor schon bekannt waren, bezeichnete er als Fehler. »Es war dumm von mir, Zeit mit ihm zu verbringen«, sagte Gates. »Ich bin einer von vielen, die es bereuen, ihn jemals kennengelernt zu haben.«

Die neuen Epstein-Akten schärfen das Bild eines Mannes, der die globalen Eliten miteinander vernetzte. Inneneinsichten des Epstein-Clubs lesen Sie hier .

hba/dpa