Monatelang hatte Trump das Vorhaben blockiert, jetzt wird die Veröffentlichung der Epstein-Akten immer wahrscheinlicher: Der US-Senat hat ein entsprechendes Gesetz an das Weiße Haus weitergeleitet. Zuvor hatte das US-Parlament der Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Fall des gestorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zugestimmt. Damit die Unterlagen tatsächlich offengelegt werden können, ist nun noch eine Unterschrift von US-Präsident Donald Trump notwendig.
Der US-Präsident hatte zugesagt, dass er die Vorlage unterschreiben wird, wenn sie auf seinem Schreibtisch landet. Trump hatte sich lange gegen diesen Schritt ausgesprochen, schwenkte am Wochenende – als absehbar war, wie das Ergebnis im US-Parlament ausfallen würde – um.
Für eine Veröffentlichung der Akten im Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hatte vor dem Senat bereits eine große, parteiübergreifende Mehrheit im US-Repräsentantenhaus votiert. Die Abgeordneten billigten nahezu einstimmig ein Transparenzgesetz, das die Regierung zur Veröffentlichung der Dokumente zwingen soll.
Der einflussreiche US-Multimillionär Epstein hatte über viele Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Er verging sich auch selbst an seinen Opfern.
Nach seiner Verurteilung als Straftäter wurde der Fall Jahre später nochmals aufgerollt. Epstein wurde erneut festgenommen und starb 2019 mit 66 Jahren in seiner Gefängniszelle – noch vor einer möglichen weiteren Verurteilung. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.
Spekulationen über mögliche Mitwisserschaft
Epsteins Tod und seine breiten Kontakte in die Welt der Reichen lösten Spekulationen über die mögliche Verwicklung einflussreicher Kreise aus. Vor seiner Festnahme waren Prominente und Milliardäre bei ihm ein und aus gegangen.
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