SpOn 03.02.2026
12:16 Uhr

Eppstein im Main-Taunus-Kreis: Wildschwein verursacht schweren Unfall – 260.000 Euro Schaden


Im Main-Taunus-Kreis ist ein Lkw-Fahrer einem Wildschwein ausgewichen und mit der Mittelschutzplanke einer Autobahn kollidiert. Mehrere Personen wurden verletzt. Der vierbeinige Unfallverursacher ist flüchtig.

Eppstein im Main-Taunus-Kreis: Wildschwein verursacht schweren Unfall – 260.000 Euro Schaden

Bei einem Unfall auf einer Autobahn im Main-Taunus-Kreis ist ein Schaden von einer Viertelmillion Euro entstanden – mutmaßlich ausgelöst durch ein Wildschwein. Das Tier überquerte am späten Montagabend bei Eppstein die Fahrbahn, wie die Autobahnpolizei mitteilte . Ein 34-jähriger Lastwagenfahrer versuchte auszuweichen, durchbrach mit seinem Gefährt die Mittelschutzplanke und blieb quer auf der Gegenfahrbahn stehen.

Insgesamt 180 Meter der Mittelplanke wurden bei dem Unfall aufgerissen. »Die Einsatzkräfte der Feuerwehr fanden bei ihrer Ankunft ein Trümmerfeld vor, das sich über mehrere Hundert Meter erstreckte«, berichtet die Feuerwehr der Stadt Wiesbaden. Die Einsatzkräfte mussten die deformierte Leitplanke erst zersägen, damit der Rettungsdienst durchkam.

Wildschwein nicht mehr aufzufinden

Trümmerteile beschädigten vier weitere Fahrzeuge. Insgesamt habe der Rettungsdienst sechs Menschen betreut, zwei davon waren verletzt: Ein Fahrer wurde leicht durch Glassplitter im Gesicht getroffen. Der Lastwagenfahrer wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Das Wildschwein als Unfallverursacher war nicht mehr aufzufinden.

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Der Schaden beläuft sich auf etwa 260.000 Euro. Die Reparaturen an der Leitplanke zwischen der Anschlussstelle Niedernhausen und dem Autobahnkreuz Wiesbaden dauern noch bis in den Tag hinein. Derzeit seien die linken Spuren in beide Richtungen gesperrt.

Insgesamt verunglücken in Deutschland jährlich zwischen 2500 und 3000 Menschen bei Zusammenstößen mit Tieren, eine einstellige bis niedrige zweistellige Zahl von Menschen stirbt dabei. Insgesamt ist die Zahl der Wildunfälle seit 2000 gestiegen: Waren es damals noch etwa 209.000, wurden im Jahr 2023 rund 282.000 Unfälle mit Wildtieren erfasst. Einen eindeutigen Grund haben Experten dafür nicht – der verbreitete Anbau von Mais, der zum Beispiel Rehen gut schmeckt, könnte einer sein. Hier  erfahren Sie, wie Sie sich bei Wildwechsel verhalten sollten.

bam/dpa