Motorbootfahrer haben einen Segler gerettet, der auf der Ems zwischen Emden und dem niederländischen Termunten über Bord gegangen war. Zwei Töchter des Seglers, die mit ihrem Vater auf dem Boot gewesen waren, hätten über Funk einen Notruf abgesetzt, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit .
»Die beiden Mädchen haben diese lebensgefährliche Situation mit bewundernswerter Geistesgegenwart gemeistert«, sagte der Einsatzleiter Carsten Ihnken von der DGzRS. »Es ist eine Herausforderung, eine über Bord gestürzte Person im Blick zu behalten, über Funk den Notrufverkehr abzuwickeln und gleichzeitig das Segelfahrzeug zu steuern. Damit ist auch manche erwachsene Crew überfordert.« Die Töchter seien im »jungen Teenageralter«.
Vater mehrere Hundert Meter abgetrieben
Als die Mädchen den Notruf absetzten, war ihr Vater den Angaben zufolge unmittelbar zuvor über Bord des Trimarans gestürzt und sie konnten ihn nicht mehr sehen. Die umliegende Schifffahrt, zwei Hubschrauber sowie der Seenotrettungskreuzer »Hamburg« der DGzRS-Station Borkum und das Seenotrettungsboot »Jan en Titia Visser« aus Eemshaven (Niederlande) seien umgehend alarmiert worden.
Die Besatzung des Emder Sportbootes »Dorade« habe den Notruf gehört und die Position des Trimarans angelaufen. Dort hatten die Mädchen ihren Vater, der mit der Strömung mehrere Hundert Meter abgetrieben war, demnach inzwischen wieder im Blick. Bei rauem Seegang rettete die Besatzung des Motorboots den Mann.
