SpOn 20.01.2026
20:27 Uhr

Emmanuel Macron in Davos: Rätselraten über Sonnenbrille


Hat ihm jemand ein blaues Auge geschlagen? Strebt er eine Karriere als Pilot an? Kommt er vom Skilaufen? Oder will er besonders cool wirken? Die Sonnenbrille auf der Nase von Emmanuel Macron sorgte in Davos für Diskussionen.

Emmanuel Macron in Davos: Rätselraten über Sonnenbrille

Es ging um ernste Themen, als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos vor die Mikrofone trat: Grönland, Zölle, Nato-Fortbestand, transatlantischer Ausgleich. Doch manche unter den Zuhörern waren abgelenkt: Macron erschien mit einer auffälligen Sonnenbrille auf der Nase.

Auch am Rednerpult setzte er die Pilotenbrille nicht ab und ging in seiner Ansprache auch nicht auf die Brille ein. Das sorgte für Gesprächsstoff und Mutmaßungen. Doch der französische Präsident hatte sich bereits erklärt, fünf Tage zuvor.

Schon bei einem Besuch des Luftwaffenstützpunktes in Istres trug er die Sonnenbrille und gab als Begründung eine harmlose Entzündung am Auge an.

»Bitte entschuldigen Sie das unschöne Aussehen meines Auges«, hatte Macron gesagt. Zeitweise war Macron auf dem Termin auch ohne Brille mit einem geröteten, blutunterlaufenen Auge zu sehen. Es handele sich »um das Auge des Tigers« und um ein »Zeichen der Entschlossenheit«, hatte Macron scherzhaft gesagt.

Kein Gespräch mit Trump geplant – wegen Chatnachricht?

In seiner Rede in Davos hatte Macron erklärt, dass kein Treffen mit US-Präsident Donald Trump bei dem Weltwirtschaftsforum geplant sei. Dieser hatte zuvor ein solches Gespräch mit europäischen Spitzenpolitikern angekündigt, bei dem über Grönland gesprochen werden sollte.

Die ablehnende Reaktion von Macron könnte damit zu tun haben, dass Trump zuvor eine private Chatnachricht von Macron an ihn veröffentlicht hatte und nicht auf Macrons Vorschlag eingegangen war, am Donnerstag ein G7-Treffen mit Russland und Dänemark in Paris abzuhalten. Dieses werde nun nicht stattfinden, sagte Macron.

Mehr zum Thema

Trump hatte auch eine Chatnachricht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte an ihn veröffentlicht, in der dieser dem US-Präsidenten sehr geschmeichelt hatte. Ex-Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen forderte kurz danach ein Ende der Schmeichelei gegenüber Trump und forderte ein entschiedeneres Auftreten Europas.

Wie das Weltwirtschaftsforum in Davos US-Präsident Donald Trump eine Bühne bietet, lesen Sie hier .

mgo/dpa