Er setzt sich an den Flügel, greift sich das Mikrofon und fängt an zu singen: Frankreichs Präsident hat bei einem Besuch in Armenien seine musikalische Seite präsentiert – begleitet vom armenischen Premierminister Nikol Paschinjan am Schlagzeug. Bei einem Staatsbankett gaben sie das französische Chanson »La Bohème« von Charles Aznavour zum Besten.
Videos von dem Auftritt verbreiten sich derzeit über die sozialen Netzwerke. Auch Armeniens Präsident Wahagn Chatschaturjan stieg später in die Darbietung ein.
Emmanuel Macron chante « la bohème » accompagné à la batterie par le premier ministre Nikol pachinyan . Dîner d’état à Erevan. La musique en amitié. pic.twitter.com/v5vacqZlVv
— Agnès Vahramian (@AgnesVahramian) May 4, 2026
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Das Staatsbankett in der Hauptstadt Eriwan fand nach einem Treffen mit fast 40 Staats- und Regierungschefs aus Europa statt. Die Kaukasusrepublik richtete am Montag ein Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft aus.
Bei einem informellen Abendessen am Vorabend hatte Paschinjan die Spitzenpolitiker bereits mit einem Auftritt seiner Band überrascht – mit ihm am Schlagzeug.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war nicht zum Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) nach Armenien gereist. Er ließ sich von Macron vertreten. Frankreich werde das deutsche Stimmrecht wahrnehmen, das hatte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur dpa vorab mitgeteilt. »Das ist abgestimmt, und wir wissen das so sehr zu schätzen wie die französische Seite offenbar auch.«
Das Treffen in Eriwan war der erste EPG-Gipfel ohne den deutschen Regierungschef. Als Grund für die Absage des Bundeskanzlers wurden »andere Verpflichtungen« genannt.
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Charles Aznavour war einer der größten französischen Chansonstars. Er kam 1924 in Paris als Sohn armenischer Einwanderer zur Welt und pflegte eine enge Beziehung zu dem Kaukasusland. In seiner mehr als 70-jährigen Karriere komponierte er über 1300 Chansons und verkaufte mehr als 180 Millionen Platten weltweit. Aznavour starb 2018 im Alter von 94 Jahren.
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