Sie war die »Mutter der Drachen«, nun hat Emilia Clarke die Nase voll von Fantasy: Der ehemalige »Games of Thrones«-Star will sich auf neue Projekte konzentrieren. Und auf neue Genres.
In einem Interview mit der »New York Times « erzählt sie: »Es ist höchst unwahrscheinlich, dass man mich jemals wieder auf einem Drachen reiten oder auch nur mit einem Drachen im Bild sehen wird«.
In der Serie spielte Clarke die Drachenkönigin Daenerys Targaryen. Der Erfolg der Serie verhalf ihr zu internationalem Ruhm, nach dem Finale wurde »Game of Thrones« mit ganzen zwölf Emmys ausgezeichnet.
Clarke als Daenerys Targaryen
Foto: CAP / FB / Capital Pictures / IMAGOClarke sagt, sie habe beim Filmen von »Game of Thrones« gar keine Zeit gehabt, über die Erfahrung nachzudenken. Erst nach der Serie, während der Pandemie, habe sie sich damit beschäftigt, was sie sich von ihrem Berufsleben wünscht. Es habe lange nach »Game of Thrones« gedauert, sagte sie, »bis mir klar wurde, dass ich versuchen könnte, mehr Autonomie über meine Entscheidungen und meine Arbeit zu erlangen. So vieles in meiner Karriere entsprach nicht meinem Geschmack, ich bin einfach so durch die Decke gegangen.«
Viel Autonomie habe es für sie als junge, aufsteigende Schauspielerin nicht gegeben: »Nein gibt es in deinem Wortschatz nicht. Du sagst einfach Ja.« Jetzt, sagte sie, wolle sie aus dem Schatten der Erwartungen anderer heraustreten und die Dinge selbst in die Hand nehmen.
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Erstmals seit »Game of Thrones« ist Clarke nun wieder in einer Hauptrolle zu sehen: In der Fernsehserie »Ponies« verkörpert sie Bea, die Ehefrau eines Geheimagenten, die plötzlich selbst zur Spionin wird. Das Drama spielt zur Zeit des Kalten Krieges.
Zuerst war die Zusage eine Herausforderung, sagt Clarke. »Ich weiß, wie sich so eine Verpflichtung anfühlt.« Als sie die Rolle in »Game of Thrones« annahm, habe sie nicht geahnt, dass die Serie so ein Erfolg werden und ihr Berufsleben ganze neun Jahre lang dominieren würde.
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Nun habe sie endlich Dinge selbst entscheiden dürfen – sogar ihre konkrete Rolle. Die »Ponies«-Mitschöpfer Susanna Fogel und David Iserson hätten Clarke die Wahl zwischen zwei Hauptfiguren gelassen, die sie spielen könnte: Bea oder ihr Gegenstück Twila, eine weitere CIA-Witwe, die zur Agentin wurde. In dem Moment habe sie gewusst, dass ihre neue Serie anders sein würde als »Game of Thrones«. »Ich hatte das Gefühl, sie gaben mir eine Stimme«, sagte Clarke, »was nicht immer der Fall ist.«
