SpOn 21.01.2026
20:29 Uhr

Emden: Mann attackiert Sicherheitsmann in Stadtverwaltung


Er hatte in der Emdener Stadtverwaltung eigentlich Hausverbot – trotzdem soll ein 54-Jähriger dort mit einem Messer auf einen Security-Mitarbeiter losgegangen sein. Das Gebäude wurde zeitweise geschlossen.

Emden: Mann attackiert Sicherheitsmann in Stadtverwaltung

Mit einem Messer in der Hand hat ein Mann in Emden in Ostfriesland einen Sicherheitsmitarbeiter der Stadtverwaltung angegriffen und leicht verletzt. Der mutmaßliche Täter, ein 54 Jahre alter Mann, befinde sich in Polizeigewahrsam, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich mit. Das Opfer, das den Angaben zufolge an der Hand verletzt wurde, kam in ärztliche Behandlung.

Warum es zu dem Angriff kam, war zunächst unbekannt. Ob der Mann in Untersuchungshaft kommen soll, werde aktuell geprüft, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ermittelt werde wegen gefährlicher Körperverletzung.

Verdächtiger hatte Hausverbot

Nach Angaben der Stadt Emden und der Staatsanwaltschaft lag gegen den 54-Jährigen ein Hausverbot vor. Es habe zuvor »entsprechende Vorfälle gegeben«, sagte ein Stadtsprecher, ohne Hintergründe zu nennen.

Der Mann habe das Gebäude am Morgen dennoch betreten und sich aggressiv verhalten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. »Als ein zur Situation gerufener Wachmann den Mann ansprach und auf ein bestehendes Hausverbot hinwies, soll der Tatverdächtige den Mitarbeiter mit einem Messer an der Hand verletzt haben.« Weitere Angaben zum Gesundheitszustand des Opfers und zum Tathergang lagen zunächst nicht vor.

Verwaltungsgebäude geschlossen

Das Verwaltungsgebäude der ostfriesischen Hafenstadt, in dem es zu dem Angriff kam, wurde geschlossen. Es sollte am Donnerstag wieder für den Publikumsverkehr öffnen, wie der Stadtsprecher sagte. In dem Gebäude sind verschiedene Fachdienste untergebracht – darunter etwa die Fachdienste für Sozialhilfe, Jugendhilfe sowie Schule und Sport.

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In Emden gibt es nach Angaben der Stadt seit der Coronazeit Sicherheitsmitarbeitende in Gebäuden der Stadtverwaltung. Einen Messerangriff habe es bislang nicht gegeben, sagte der Stadtsprecher. Er sprach angesichts der Tat von einer »enormen Steigerung« der Gewaltbereitschaft gegenüber Angestellten der Verwaltung.

mkh/dpa