SpOn 06.02.2026
09:27 Uhr

Elton John: Ehemann David Furnish wirft »Daily Mail« im Prozess Homophobie vor


Elton John und sein Mann David Furnish haben gemeinsam mit anderen Prominenten britische Boulevardmedien verklagt. Sie werfen dem Verlag der »Daily Mail« Verletzungen der Privatsphäre vor.

Elton John: Ehemann David Furnish wirft »Daily Mail« im Prozess Homophobie vor

Der Ehemann des britischen Sängers Elton John, David Furnish, hat am Donnerstag vor dem Londoner High Court im Prozess gegen britische Boulevardmedien ausgesagt. Er beschuldigte den Zeitungsverlag ANL, zu dem die »Daily Mail« und »Mail on Sunday« gehören, rechtswidrig Informationen über ihn und Elton John beschafft zu haben – unter anderem über ihren Freund Prinz Harry.

Das Paar hatte den Prozess gegen ANL zusammen mit anderen Prominenten angestrengt. Zu den Klägerinnen und Klägern gehören auch Prinz Harry, die Schauspielerinnen Elizabeth Hurley und Sadie Frost sowie die Politiker Doreen Lawrence und Simon Hughes. Sie werfen dem Boulevardverlag illegale Recherchemethoden und Verletzung der Privatsphäre vor.

ANL weist die Vorwürfe zurück: Die von den Zeitungen des Verlags berichteten Informationen seien bereits öffentlich bekannt gewesen oder aus legitimen Quellen beschafft worden. Furnish erklärte jedoch, die Details in den »Mail«-Artikeln seien wesentlich spezifischer gewesen. Zudem seien die Zeitungen ihm und John gegenüber »aktiv homophob« gewesen, hätten »wertende und engstirnige Geschichten« über sie geschrieben.

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Die Kläger werfen dem Verlag ANL unter anderem vor, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen.

Furnish erklärte, in Bezug auf einen Artikel aus dem Jahr 2010 über ihn und John, in dem es um ein Kind durch Leihmutterschaft ging: Die »Mail« habe eine Kopie der Geburtsurkunde ihres Sohnes erhalten, noch bevor sie selbst sie bekamen – was er als »zutiefst verstörend« bezeichnete.

Worum es in dem Prozess geht und wie er ablaufen wird, lesen Sie hier.

wit/Reuters