Ist Elon Musk zurück auf der politischen Bühne?
Zumindest trat der Milliardär am Montagabend gemeinsam mit Pete Hegseth auf, dem US-Verteidigungs-, Verzeihung, »Kriegsminister«.
An einem Standort von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX verkündeten die beiden, dass der KI-Chatbot, Grok, demnächst beim US-Militär eingesetzt wird.
Pete Hegsesth, US-Verteidigungsminister:
»Ich möchte dir, Elon, und deinem unglaublichen Team danken, dass ihr euch mit uns dafür eingesetzt habt. Bald werden wir in unserem gesamten Ministerium über die weltweit führenden KI-Modelle in allen nicht klassifizierten und klassifizierten Netzwerken verfügen. Das war längst überfällig.«
Elon Musk galt lange als mächtiger Freund von Trump und seiner Regierung. Der reichste Mann der Welt unterstützte Trumps Wahlkampf und leitete bis Juni sogar die Behörde für Regierungseffizienz. Dann folgte ein öffentlich ausgetragenes Ende der Bromance.
Auch wenn Musk noch eine Entschuldigung an Trump sendete, blieb es erstmal still um seine politischen Ambitionen. Doch Anfang Januar postete Musk dann ein Bild von einem gemeinsamen Abendessen mit Trump und seiner Ehefrau Melania. Und nun die Musk-KI für das Pentagon.
Aber während Grok in den USA sogar dem Militär helfen soll, wird in Großbritannien daran gearbeitet, die umstrittene KI zu regulieren: Mit einem Gesetz, das die Erstellung nicht zugestimmter sexualisierter Bildern unter Strafe stellt.
Liz Kendall, Technologieministerin Großbritannien:
»Die Plattformen, die solche Inhalte hosten, müssen zur Verantwortung gezogen werden, darunter auch X.«
Der Chatbot Grok ist in den Kurznachrichtendienst X eingebettet und ließ es zu, dass Deepfakes und Nacktbilder mit Userfotos erstellt werden konnten. Und Elon Musk? Der machte sich darüber lustig und wird sich wohl freuen, wieder mehr Einfluss auf die Regierungsgeschäfte zu haben.
