SpOn 07.01.2026
08:30 Uhr

Elon Musk: KI-Firma xAI sammelt 20 Milliarden Dollar bei Investoren ein


Das Start-up xAI von Elon Musk ‌hat 20 Milliarden Dollar eingenommen. Das Geld soll unter anderem in neue KI-Entwicklungen fließen.

Elon Musk: KI-Firma xAI sammelt 20 Milliarden Dollar bei Investoren ein

Investoren haben der Grok-Entwicklerfirma xAI 20 Milliarden Dollar für den Ausbau von KI-Anwendungen verschafft. Unter den Geldgebern für das Start-up von Elon Musk sind der Chipriese Nvidia und das Emirat Katar, wie xAI mitteilte . xAI benötigt Dutzende Milliarden Dollar für den Ausbau von Rechenzentren – vor allem mit KI-Chips von Nvidia.

Die Firma des Techmilliardärs machte keine Angaben zu den Bedingungen für diese Geldspritze. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg wurde an dem Deal monatelang gearbeitet, xAI habe vorgehabt, rund 12,5 Milliarden Dollar des Betrags als Schulden aufzunehmen. Nvidia plante demnach, bis zu zwei Milliarden Dollar zu investieren. Solche Kreislauf-Deals, bei denen Nvidia in Firmen investiert, die wiederum Chipsysteme des Konzerns kaufen, sind derzeit typisch für das KI-Geschäft.

Bei xAI wird unter anderem die KI-Software Grok entwickelt, die aktuell aus einem anderen Grund für Schlagzeilen sorgt. Grok generierte auf Anfragen der Nutzer sexualisierte Bilder, hauptsächlich von Frauen, aber auch von Minderjährigen. Das wurde anschließend mit Schwächen bei Sicherheitsvorkehrungen erklärt. Im Sommer hatte Grok bereits mit Lobpreisungen für Adolf Hitler schockiert.

Hilft EU-Recht gegen die KI-Sexbilder?

Angesichts der Verbreitung der sexualisierten KI-Inhalte hat ‌der deutsche Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die EU-Kommission zum Handeln aufgefordert. »Was wir bei X gerade beobachten, wirkt wie die Industrialisierung der sexuellen Belästigung«, sagte Weimer. »Insbesondere KI-generierte sexualisierte Bilder von Minderjährigen sind nicht akzeptabel.«

Weimer verlangte die konsequente Anwendung von Gesetzen. »Es ist nun entscheidend, dass die EU-Kommission dies weiterhin so konsequent durchsetzt, wie sie es bereits begonnen hat«, sagte Weimer. Es gehe hier darum, die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer dauerhaft zu schützen. Er spielt damit auf den »Digital Services Act« (DSA) der EU an.

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Ein Sprecher des Digitalministeriums wies zudem auf die Verfahrensrechte von Nutzern hin, die dabei helfen sollen, sich gegenüber den Techplattformen zu behaupten. Erhalten diese von offensichtlich illegalen Inhalten Kenntnis – etwa bildbasierter ‌sexualisierter Gewalt –, sind sie verpflichtet, dagegen ⁠vorzugehen. Dies gilt auch für X. Nach EU-Recht sind laut dem Sprecher zudem KI-Systeme verboten, »die für missbräuchliche, manipulative oder diskriminierende Zwecke eingesetzt werden«. Diese Rechte durchzusetzen und zu nutzen, sei allerdings aktuell eine Herausforderung, räumte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Reuters ein.

Musks Firma xAI, in die inzwischen auch die Onlineplattform X eingebracht wurde, tritt mit Grok unter anderem gegen den populären Chatbot ChatGPT des Konkurrenten OpenAI an. Musk will künstliche Intelligenz auch bei dem von ihm geführten Autobauer Tesla unter anderem in humanoiden Robotern einsetzen.

Lesen Sie hier mehr dazu: KI-Chatbot Grok zieht Frauen und Kinder digital aus – gegen ihren Willen.

apr/dpa/Reuters