SpOn 18.02.2026
16:59 Uhr

Elmshorn: Geruch führt Polizei zu Drogen-Versteck von Mann (20) im Keller der Oma


Nicht im eigenen, sondern im Keller seiner Großmutter lagerte ein junger Mann in Elmshorn offenbar eine große Menge Cannabis. Er machte sich am örtlichen Bahnhof verdächtig, sein Lager fand die Polizei mit guten Spürnasen.

Elmshorn: Geruch führt Polizei zu Drogen-Versteck von Mann (20) im Keller der Oma

Den Keller seiner Oma hat ein 20-Jähriger aus Elmshorn offenbar zum Drogenlager umfunktioniert. Die Polizei kam ihm auf die Schliche, nachdem sie einen Durchsuchungsbeschluss gegen ihn beantragt hatte. Und der wiederum kam zustande, weil sich der 20-Jährige am Elmshorner Bahnhof beim mutmaßlichen Dealen beobachten ließ.

Aber von vorn: Bundespolizisten waren Anfang der Woche nahe dem Bahnhof in Elmshorn auf einem Streifengang unterwegs, wie es in einer Pressemeldung heißt. Dabei fiel ihnen auf, wie zwei Männer offenbar eine Rauschgiftübergabe durchführten. »Die Streife nahm sich umgehend des Sachverhaltes an«, schreibt die Bundespolizei. Die beiden Verdächtigen sollten daraufhin in den Diensträumen am Bahnhof befragt werden.

Der 20-Jährige, mutmaßlich der Verkäufer der Drogen, sperrte sich jedoch dagegen und versuchte zu flüchten. Die Beamten legten ihm deshalb Handfesseln an und brachten ihn gegen seinen Willen zur Dienststelle. Dort wurde er durchsucht.

Süßlicher Geruch im Kellerabteil der Großmutter

Die Beamten fanden dabei »mehrere Konsumeinheiten von vermutlich Cannabis« und drei Kugeln vermutlich Heroin, so die Bundespolizei. Zudem hatte der Mann »eine größere Menge an Bargeld in mittlerer dreistelliger Summe in szenetypischer Stückelung« dabei.

Daraufhin wurde ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt, Landes- und Bundespolizisten nahmen die Wohnung des 20-Jährigen unter die Lupe. Dabei entdeckten sie einen Schlagring, der als verbotene Waffe gilt und eingezogen wurde, darüber hinaus jedoch zunächst keine weiteren Betäubungsmittel.

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Auch in dem zu der Wohnung gehörenden Kellerabteil fanden die Polizisten keine Drogen. Allerdings stieg ihnen »ein süßlicher, typischer Geruch in die Nase«. Er führte sie zu einem weiteren Kellerabteil, das der Großmutter des 20-Jährigen gehört. Der Durchsuchungsbeschluss wurde deshalb auf dieses Abteil erweitert.

Hier wurden die Beamten dann fündig und stellten etwa 1,5 Kilogramm Cannabis sicher. Im Anschluss wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wurden diverse Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, wegen Handels mit Betäubungsmitteln sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz, eingeleitet. Ob die Großmutter vom Treiben ihres Enkels in ihrem Keller wusste, ist nicht bekannt.

mkh