Elizabeth Hurley, 60, ist in ihrer Zeugenaussage im Prozess gegen britische Boulevardmedien in Tränen ausgebrochen. Die Schauspielerin warf dem Zeitungsverlag ANL, zu dem die »Daily Mail« und »Mail on Sunday« gehören, vor dem Londoner High Court ein »bestialisches« Vorgehen vor.
Am Fenster ihres Esszimmers seien heimlich Mikrofone angebracht worden, »ich wurde abgehört«, berichtete Hurley. Sie habe das als »brutale Verletzung der Privatsphäre« empfunden.
Hurley hatte den Prozess gegen den ANL Verlag zusammen mit anderen Prominenten angestrengt. Zu den Klägerinnen und Klägern gehören auch Prinz Harry, Popstar Elton John und dessen Ehemann David Furnish sowie die Schauspielerin Sadie Frost und die Politiker Doreen Lawrence und Simon Hughes. Sie werfen dem Boulevardverlag ANL illegale Recherchemethoden und Verletzung der Privatsphäre vor.
Prinz Harry hat bereits ausgesagt
Auch Prinz Harry, der jüngere Sohn von König Charles III., war bei seiner Aussage vor Gericht am Mittwoch sehr bewegt und den Tränen nahe gewesen. Er warf den britischen Boulevardmedien vor, das Leben seiner Frau Meghan »zur Qual« gemacht zu haben. Das Vorgehen der Zeitungen sei »schrecklich« gewesen.
Prinz Harry erschien am Donnerstag erneut vor Gericht. Damit habe der in den USA lebende 41-Jährige »Solidarität mit den anderen Klägern zeigen« wollen, teilte sein Sprecher britischen Medien mit.
Prinz Harry und die übrigen Klägerinnen und Kläger werfen dem Verlag ANL unter anderem vor, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen. Lesen Sie hier mehr dazu, worum es in dem Prozess geht und wie er ablaufen wird.
Der Prozess soll voraussichtlich neun Wochen dauern, im Februar werden die Zeugenaussagen von Elton John und David Furnish erwartet. ANL weist alle Vorwürfe zurück.



