China baut seine Position als Zentrum der Elektromobilität aus. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden dort 6,5 Millionen Fahrzeuge produziert. Das entspricht einer Steigerung von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer der Nachrichtenagentur dpa mitteilt. Bis zum Jahresende erwartet er 7,9 Millionen Fahrzeuge, auch darüber hinaus könnten die Zahlen steigen. Damit erhöht China seinen Anteil an der weltweiten Produktion.
Die Zahl der in China hergestellten Elektroautos würde damit schneller wachsen als der weltweite Verkauf. Laut den Zahlen der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers waren dieser nur um 36 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: In Deutschland wurden in den ersten neun Monaten laut Angaben des Verbands der Automobilindustrie knapp 916.000 reine Elektroautos gebaut.
Chinesische Konkurrenz für Autonation Deutschland
Der größte Elektroauto-Hersteller Chinas BYD drängt inzwischen verstärkt auch auf den europäischen Markt, sagt Experte Dudenhöffer. Mit knapp 1,6 Millionen ist BYD für fast ein Viertel der chinesischen Produktion verantwortlich. Dahinter folgen andere Firmen wie Geely mit 836.000 und Tesla mit 603.000 Pkw. Marktbeobachter fürchten, dass China die Überproduktion mit starken Preisnachlässen loszuschlagen versucht.
Der Abstand zwischen der Herstellung von Elektroautos in Deutschland und in China wird immer größer. Laut Dudenhöffer stellt dies eine große Herausforderung für die Autonation Deutschland dar.
